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  • 23. Oktober 2024, 12:43h 2 Min.

Sasha Marianna Salzmann darf sich über den Ludwig-Mülheims-Theaterpreis freuen, sondern auch über das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro (Bild: Heinrich-Böll-Stiftung / flickr)

Der diesjährige Ludwig-Mülheims-Theaterpreis geht an Sasha Marianna Salzmann (40). Das teilte das katholische Erzbistum Köln am Montag mit. Salzmann ist nichtbinär und als Theaterautor*in, Essayist*in und Dramaturg*in aktiv.

Die mit international renommierten Personen der Kunst- und Theaterszene besetzte Jury des Preises begründet ihre Wahl damit, dass Salzmann in den Stücken die hohe Bedeutung des empathisch zugewandten Dialogs gerade in krisenhaften Zeiten herausarbeite. "Sasha Marianna Salzmann erzählt über gesellschaftspolitische Umbrüche und Zeitenwenden und macht darüber die Interferenzen zwischen Vergangenem und Gegenwart deutlich, die unsere Zukunft bestimmen und unmittelbaren Einfluss auf individuelle Biografien und zwischenmenschliche Beziehungen haben", so begründete das neunköpfige Kuratorium seine Entscheidung.

Der Theaterpreis soll "die offene Begegnung von Religion mit der Theaterlandschaft" fördern und wirdvom Erzbistum Köln auf Wunsch des Stifters Ludwig Mülheims verwaltet. Er ist mit 25.000 Euro dotiert. Zuletzt war der Preis coronabedingt 2019 verliehen worden.

Salzmanns Romane

Salzmanns aktueller Roman "Gleichzeit. Briefe zwischen Israel und Europa" (Amazon-Affiliate-Link ) beinhaltet die Korrespondenz zwischen der/dem Künster*in und Autor Ofer Waldman nach dem Terroranschlag der Hamas vom 7. Oktober 2023. Waldman schildert Eindrücke und Erlebnisse aus seinem Alltag in Israel, während Salzmann sich in unterschiedlichen Städten Mitteleuropas aufhält und dort mit Menschen über die Folgen des Anschlags diskutiert.

Im vorherigen Roman "Im Menschen muss alles herrlich sein" (Amazon-Affiliate-Link ), der 2022 erschien und von zahlreichen Theatern gespielt wurde, erzählt Salzmann die Biografien von zwei Frauen, die während des Zusammenbruchs der Sowjetunion die Ukraine verlassen und nach Deutschland fliehen. Ihnen gegenüber stellt Salzmann die Biografien ihrer Töchter, die in Deutschland geboren sind und nur schwer nachvollziehen können, was ihre Mütter in ihrer Kindheit erlebten.

Salzmann war in Moskau aufgewaschen und emigrierte im Alter von zehn Jahren mit der Familie als jüdischer Kontingentflüchtling nach Deutschland. Bereits im Mai war Salzmann mit dem Kleist-Preis geehrt worden (queer.de berichtete). (pm/cw)

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