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Blauer Panther
Heidi Klum: GNTM hätte schon früher diverser werden sollen
Für ihre Diversitäts-Schub erhält Heidi Klum den großen bayerischen Fernsehpreis – und bedauert, zu lange gezögert zu haben.

Bei der Preisverleihung der Blauen Panther zeigt sich Heidi Klum auf dem roten (bzw. blauen) Teppich (Bild: IMAGO / Sven Simon)
- 24. Oktober 2024, 08:06h 2 Min.
Heidi Klum bereut, in ihrer Show "Germany's Next Topmodel" (GNTM) nicht schon früher diverse Models gecastet zu haben. "Ich wünsche mir natürlich, ich hätte mich mit der Sendung schon früher verändert", sagte Klum beim Bayerischen Fernsehpreis in München. "Ich muss sagen, ich komme natürlich aus einer Welt, wo es noch ganz anders war, wo die Models anders aussahen". Über die Jahre hätten sich schließlich die Mode und auch die Models verändert. Das habe Klum gesehen "und gesagt: Das müssen wir natürlich auch machen bei Topmodel".
Seit der 16. Staffel 2021 wählt Klum die Kandidat*innen ihrer Show diverser und losgelöster von herkömmlichen Model-Standards aus – beispielsweise ohne Mindestgröße und unabhängig vom Alter. In der diesjährigen Staffel wurden erstmals Frauen und Männer gecastet (queer.de berichtete). Die 51-Jährige erklärte, sie habe in den vergangenen Jahren für Diversität gekämpft und festgestellt, dass die diversen Models aus ihrer Sendung dennoch nicht gebucht worden seien. "Was immer noch schade ist. Aber nichtsdestotrotz höre ich da nicht mit auf und werde weiterhin diverse Models casten, sie weiterhin Kunden vorstellen."
Klum erhält Blauen Panther
Klum wurde für die 19. Staffel von GNTM mit dem Blauen Panther (früher: Bayerischer Fernsehpreis) in der Kategorie Entertainment ausgezeichnet. Die Staffel setze ein starkes Zeichen für Vielfalt und Toleranz und erfülle eine Vorbildfunktion im Unterhaltungsfernsehen, lobte die Jury.
ProSieben teilte erst vor gut zwei Wochen mit, dass der Sender die Zusammenarbeit mit Klum um mehrere Jahre verlängert habe (queer.de berichtete). (dpa/cw)
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