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  • 06. Juli 2006 27 1 Min.

Jerusalem (queer.de) - Der israelische Oberrabbiner Schlomo Amar hat Papst Benedikt XVI gebeten, den Kampf gegen den Anfang August stattfindenden Jerusalemer World Pride zu unterstützen. Der Papst solle "sich stark und unzweideutig gegen diese schreckliche Erscheinung aussprechen. Der Widerstand verschiedener religiöser Führer wird die verlorenen Herzen derer erwecken, die sich selbst täuschen und ihren Seelen einen unermesslichen Schaden zufügen. Außerdem soll es den willigen Missetäter demotivieren, den menschlichen Weg zu verfluchen und zu verderben", so Amar in der israelischen Zeitung "Ha'aretz". Bereits in den vergangenen Wochen hatten sich religiöse Führer gegen den Welt-CSD in Jerusalem ausgesprochen (queer.de berichtete). Unter anderem hatten ultrareligiöse Knesset-Abgeordnete die Veranstaltung als "Schweineparade" bezeichnet. Der World Pride fand zum ersten Mal im Jahr 2000 in Rom statt - damals auch begleitet von heftigen Protesten seitens der katholischen Kirche. (dk)

-w-

#1 MarcAnonym
  • 06.07.2006, 14:01h
  • Warum muss dieser World-CSD auch in Jerusalem stattfinden? Ist doch klar, dass sich die Leute dort aufregen.
    Als ob es keine vernünftigeren Orte geben würde...

    Aber auf die Reaktion von "unserem" Papst bin ich gespannt.
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#2 rudolfAnonym
  • 06.07.2006, 16:18h
  • @Marc

    Was ist daran so klar? Gibt es für uns No-Go-Areas? In der Nazi-Zeit gab es Städte, die stolz verkündeten sie seien 'judenrein'. Soll jetzt Jerusalem 'schwulenrein' sein, weil es einige reaktionäre 'Gottesmänner' so wollen?

    Wenn es der Würde des Ortes widersprechen sollte, kann man ja auf manches nackte Fleisch bei den Festen verzichten, aber ansonsten darf es keine Rücksichtnahme gegenüber Ideologen geben, die freiheitlichsfeindliche Rücksichtslosigkeit ausüben.
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#3 rudolfAnonym
  • 06.07.2006, 16:31h
  • Noch ein kleiner Nachtrag für die Redaktion. Der betreffende Herr stammt aus Marokko ist allein Oberrabbbiner der sephardischen (d.h. orientalischen) Juden, die von den Errungenschaften der jüdischen Aufklärung in Europa und Amerika weitgehend unberrührt blieben, und darauf auch noch stolz sind. Das in Mitteleuropa enstandene aschkenasische Reformjudentum, das v.a. das Judentum in den U. S. A. dominiert, vertritt ganz andere Standpunkte und ist ein großer Unterstützer schwul-lesbischer Emanzipation.
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