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Puerto Rico als Müllhalde beschimpft

Rassistischer Witz bei Trump-Show: Ricky Martin ruft zur Wahl von Harris auf

Die Wahlkampf-Veranstaltung von Donald Trump in New York sorgte für entrüstete Stars mit puerto-ricanischen Wurzeln. Auch Ricky Martin schaltete sich ein. Redner teilten außerdem gegen Homosexuelle aus.


Ricky Martin ist kein Fan von Donald Trump (Bild: MJT / AdMedia / ImageCollect)

Bei einer Wahlkampf-Veranstaltung von Donald Trump (78) im New Yorker Madison Square Garden hat Komiker Tony Hinchcliffe (40) den Unmut zahlreicher Topstars mit lateinamerikanischen Wurzeln auf sich gezogen. Weil er in seiner Rede Puerto Rico als schwimmenden Müllberg bezeichnete, reagierte neben anderem Jennifer Lopez (55) und Bad Bunny (30) auch der schwule Musiker Ricky Martin (52) empört in den sozialen Netzwerken.

Die drei veröffentlichten in Instagram-Storys Clips von Vize-Präsidentin Kamala Harris (60), in dem diese Puerto-Ricanern ihre Unterstützung zusagt. Dazu schrieb der 1971 in der puerto-ricanischen Hauptstadt San Juan geborene Sänger auf Spanisch: "So denken die über uns" und rief zur Wahl der Demokratin auf.

In einem der veröffentlichten Videos erklärte Harris: "Ich werde nie vergessen, was Donald Trump getan hat – und nicht getan hat -, als Puerto Rico einen mitfühlenden und kompetenten Anführer benötigte. Er hat die Insel im Stich gelassen und versuchte nach mehreren verheerenden Hurrikans, Hilfen zu blockieren. Alles, was er anbot, waren Papiertücher und Beschimpfungen." Ricky Martin kommt allein bei Instagram auf 19 Millionen Follower*innen, Bad Bunny erreicht mit seinen Beiträgen über 45 Millionen Menschen und Superstar Jennifer Lopez folgen 250 Millionen Menschen. Lopez hat selbst puerto-ricanische Wurzeln, ihre Eltern stammen von dort.

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Auch Queerfeindlichkeit war Thema bei Republikaner-Treffen

Bei dem Wahlkampfauftritt im Madison Square Garden wiederholten auch einige Redner transfeindliche Positionen und Verschwörungstheorien. Der frühere Präsidentschaftskandidat Vivek Ramaswamy beschuldigte Schwule etwa, Kinder kastrieren zu wollen: "Unsere Botschaft an schwule Amerikaner ist heute Abend: Ihr könnt heiraten, wenn ihr wollt, ohne dass die Regierung im Weg steht. Aber das heißt nicht, dass Jungen mit Mädchen im Mädchensport konkurrieren oder dass ihr Genitalverstümmelung oder chemische Kastration an unseren Kindern durchführen dürft". Damit bedient Ramaswamy die altbekannte Sage Konservativer, dass Homosexuelle eine Gefahr für Kinder darstellten, auch wenn unklar bleibt, warum ausschließlich schwule Ärzte dafür verantwortlich sein sollen. Trump hatte zuletzt immer wieder vor trans Menschen als "Gefahr" gewarnt (queer.de berichtete).

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Erst vor zwei Wochen warnte Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris davor, dass bei einem Trump-Sieg die Ehe für alle wieder abgeschafft werden könnte, weil dieser dann weitere erzkonservative Richter*innen zum Supreme Court ernennen könnte (queer.de berichtete). Hintergrund ist, dass der republikanische Richter Clarence Thomas bereits bei dem Urteil zur Abschaffung des Rechts auf Abtreibung im Jahr 2022 damit gedroht hatte, dass auch gleichgeschlechtliche Ehen wieder verboten werden könnten (queer.de berichtete).

In rund einer Woche, am 5. November, wählen die Amerikaner*innen den nächsten Präsidenten – oder in Person von Kamala Harris die erste Präsidentin in der Geschichte des Landes. Die Wahl gilt als ungemein knapp. In den entscheidenden Bundesstaaten, genannt Swing-States, liegen Trump und Harris fast überall gleichauf. Womöglich entscheiden hier – wie vor vier Jahren – wenige Tausend Stimmen über Sieg oder Niederlage. Die Auswirkung von Posts wie jene von Jennifer Lopez, die ein Millionen-Publikum erreichen, sollte folglich nicht unterschätzt werden. (spot/cw)

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