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- 06. Juli 2006 1 Min.
Brighton (queer.de) - In England sind zwei Konzerte von homophoben Reggae-Sängern abgesagt worden. Buju Banton sollte ursprünglich in Brighton auftreten, Beenie-Man war in der Stadt Bournemouth (Grafschaft Dorset) gebucht. In beiden Fällen haben sich die Behörden gegen die Auftritte ausgesprochen. In Brighton hat der Club "Concorde 2" das Konzert abgesagt, weil die Stadt damit gedroht hatte, dem Veranstalter die Lizenz zu entziehen. Das Konzert gefährde die öffentliche Ordnung. In Bournemouth hat die Stadtrat das Konzert im International Centre abgelehnt. Banton stand vor allem wegen seines Songs "Boom Bye Bye" in der Kritik. Hier rief er dazu auf, "batty boys" ("Schwule") durch Kopfschuss zu töten. Beenie Man hat unter anderem im Lied "Hang Up Deh" dazu aufgerufen, Lesben zu hängen. Die Homo-Gruppe Outrage! sagte, erst im April hatten die beiden Künstler bei einem Festival auf Jamaika ihre homophoben Ausbrüche wiederholt. Plattenfirmen in England hatten jedoch versprochen, mäßigend auf die Sänger einzuwirken und die beanstandeten Lieder nicht mehr zu veröffentlichen. (dk)














