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  • 29. Oktober 2024, 13:00h 2 Min.

Die Homo­sexuelle Selbsthilfe e.V. (HS) gibt es nicht mehr. Wie der 1980 gegründete basisdemokratische Verein mitteilte, habe er sich bei seiner letzten Mitglieder­versammlung in Magdeburg am 20. Oktober mit einem einstimmigen Beschluss aufgelöst.

Die Homo­sexuelle Selbsthilfe war 44 Jahre Teil der queeren Bewegungsgeschichte: Mit Hilfe der Mitgliedsbeiträge wurde der Start vieler Selbsthilfegruppen, die Einrichtung von Schwulenzentren, CSDs und Aids-Hilfen ermöglich. Es wurden Kulturprojekte, Publikationen und Veranstaltungen gefördert und mit Rechtskostenhilfe wurden in den letzten Jahren vor allem queere Geflüchtete sowie trans Personen unterstützt.
 
Das verbleibende Vermögen der HS gehe an die jüngere und größere Schwesterorganisation Hannchen-Mehrzweck-Stiftung für queere Bewegungen (hms). Beide Organisationen waren von LGBTI-Aktivist Andreas Meyer-Hanno (1932-2006) mitgegründet worden. Sein Privatvermögen brachte Meyer-Hasso 1991 in die hms ein.

"Die queere Bewegung verliert eine wichtige Förderinstitution"

Die bisherigen Mitglieder der Homosexuellen Selbsthilfe wurden ermuntert, künftig Spenden an die hms zu richten. hms-Vorstandsmitglied Klaus Müller freute sich über das Vertrauen und erklärte: "HS und HMS haben seit Gründung der Stiftung im Jahr 1991 eng zusammengearbeitet. Durch die Auflösung der HS verliert die queere Bewegung eine wichtige Förderinstitution der Vernetzung, Selbsthilfe und Solidarität. Wir fühlen uns als Schwesterorganisation und Erbin diesen Aufgaben umso mehr verpflichtet."

Die Aufarbeitung der Vereinsgeschichte der Homosexuellen Selbsthilfe soll durch die Übergabe der Unterlagen an das Schwule Museum Berlin ermöglicht werden. (pm/cw)

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