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Münster

Queerstreifen präsentiert neue Filme aus aller Welt

Vom 7. bis 10. November 2024 präsentiert das Münsteraner Festival Queerstreifen jede Menge brandneue queere Filme. Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildet in diesem Jahr der oft komplizierte Dialog zwischen den Generationen.


Szene aus dem Eröffnungsfilm "Love & Revolution" (Bild: Cinemien)
  • 2. November 2024, 04:18h 2 Min.

Münster lädt wieder zum queeren Filmfestival Queerstreifen. Zu seiner 26. Ausgabe präsentiert das Programmkino Cinema (Warendorfer Str. 45) vom 7. bis zum 10. November 2024 wieder jede Menge brandneue lesbische, schwule und andere queere Filme aus aller Welt. Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildet in diesem Jahr der oft komplizierte Dialog zwischen den Generationen.

Alt und Jung – von Lesbos bis Toronto

Und dieser Generationendialog beginnt auch bei Queers oft genug mit dem klassischen familiären Zoff:

● Im Eröffnungsfilm "Love & Revolution" kämpft eine zuvor skeptische Mutter für ihren queeren Sohn, der im autoritären Spanien der siebziger Jahre im Gefängnis schmachtet.

● In "The Queen of my Dreams" muss sich eine junge lesbische Kanadierin mit ihrer konservativen pakistanischen Herkunftsfamilie auseinandersetzen.

Direktlink | Trailer zu "The Queen of my Dreams"
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● Im kanadischen Drama "Close to You" besucht ein junger trans Mann (Elliott Page) seine Familie – nach Jahren der Funkstille. Ein tränenreicher Generationenzwist folgt …

Neben den Clan-Clashs beleuchten die Generationenfilme des Festivals aber auch Veränderungen des queeren Lebens im Laufe der Jahrzehnte:

● So fächert der Dokumentarfilm "Lesvia" die Geschichte der griechischen Insel Lesbos als lesbisches Traumziel von Generationen auf – mit Statements von Residents und Touristinnen.

● Die Doku "Boylesque" porträtiert Polens älteste Dragqueen. Die 82-jährige Lulla La Polaca (alias Andrzej Szwan) verblüfft durch ungebremste Vitalität sowie Fans und Freunde im Enkelalter.


Szene aus "Boylesque" (Bild: Queerstreifen)

● Zuvor berichtet im Kurzfilm "Mit Luftpost" der 92-jährige Georg Peter Bermbach wie er während der Adenauerzeit als "175er" in Haft kam – und dies vor seinen Eltern phantasievoll verschleierte.

Rahmenprogramm mit Sekt und Soul

Ein queeres Mehrgenerationengespräch, eine Eröffnung mit der Singer/Songwriterin Mina Richman plus anschließendem Sektempfang im Café Classique sowie das Kinder- und Familienprogramm "Alle sind anders" und eine Kurzfilmrolle runden die Queerstreifen ab. Wem es im und rund um das Kino zu trubelig wird: Gegenüber steht der Veranstaltungsraum "neben*an" während der ganzen Festivaldauer als Rückzugsort zur Verfügung.

Ein Mafia-Musical zum guten Schluss

Zum Finale drehen die Queerstreifen noch einmal richtig auf – und präsentieren als Vorpremiere den Cannes-Abräumer "Emilia Pérez" mit Topstar Selena Gomez. Das schrille Musical begleitet einen mexikanischen Mafioso bei seinem abenteuerlichen Ausstieg aus dem Drogenkartell – Transition inklusive.

Direktlink | Deutscher Trailer zu "Emilia Pérez"
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Das Programm, Kinokarten sowie weitere Infos sind verfügbar unter queerstreifen.de. (cw/pm)

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