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Polizeibericht
Neukölln: Schwuler offenbar aus Hass attackiert
- 5. November 2024, 13:19h 1 Min.
Ein 29-Jähriger ist am Montag nach Polizeiangaben auf einem U-Bahnhof in Berlin-Neukölln Opfer eines offenbar homosexuellenfeindlich motivierten Übergriffs geworden. Der Betroffene gab an, gegen 15.30 Uhr am Bahnsteig der Linie U8 am U-Bahnhof Hermannplatz von hinten getreten worden zu sein. Anschließend soll ihn der bislang Unbekannte mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen und dabei verletzt haben. Eine medizinische Behandlung sei jedoch nicht notwendig gewesen.
Der Angegriffene geht laut Polizei davon aus, dass er aufgrund seiner Homosexualität attackiert wurde. Der Grund: er habe sich unmittelbar davor mit einem Kuss von seinem Partner verabschiedet. Der Angreifer ist derzeit flüchtig.
Der Polizeiliche Staatsschutzes des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen. Dies ist in der Bundeshauptstadt üblich, wenn als Tatmotiv Hass auf bestimmte Gruppen – etwa Homosexuelle – vermutet wird.
Immer wieder gibt es aus Berlin Berichte über LGBTI-feindliche Übergriffe, da die Landespolizei mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt publik macht und diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit meldet. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner*innen für queere Menschen. (cw)












