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Flucht vor dem eigenen Vater
Musks trans Tochter will USA verlassen
Musks eigenen Tochter möchte nicht in ihrem Heimatland bleiben, das ihr eigener Vater wohl bald als Trump-Getreuer mit umbauen wird. Auf die Ankündigung seines Kindes reagiert der Vater kalt.

Vivian Jenna Wilson will nicht in jenem Land leben, in dem ihr transphober Vater Macht hat (Bild: Threads / vivllainous, Duncan.Hull / wikipedia)
- 11. November 2024, 15:10h 2 Min.
Die trans Tochter von Multimilliardär Elon Musk hat angesichts des Wahlsiegs von Donald Trump angekündigt, die USA zu verlassen. "Ich sehe keine Zukunft mehr, um in den Vereinigten Staaten zu bleiben", schrieb die von Musk wegen ihrer Transidentität verstoßene Vivian Jenna Wilson letzte Woche auf der Social-Media-Plattform Threads. "Auch wenn er nur vier Jahre lang im Amt ist, auch wenn die Anti-Trans-Gesetz auf magische Art doch nicht kommen, werden die Leute da bleiben, die gewillt waren, dafür zu stimmen."
Vivian Jenna Wilson, ist eines von sechs Kindern, die Musk mit seiner früheren Frau, der kanadischen Fantasy-Autorin Justine Wilson, hat. 2022, als sie volljährig geworden war, ließ sie in ihrem Heimatstaat Kalifornien nicht nur ihren Vornamen ändern, sondern legte auch ihren Nachnamen ab (queer.de berichtete). Ihr Vater kritisierte sie daraufhin öffentlich: So warf er seiner Tochter vor, von einem "woken Gedankenvirus" befallen zu sein (queer.de berichtete).
Auch auf die Ankündigung seiner Tochter, das Land zu verlassen, reagierte er auf gewohnte Weise: In seinem eigenen Social-Media-Portal X (vormals Twitter) postete er als Reaktion auf einen Zeitungsartikel über die Pläne seiner Tochter: "Der woke Gedankenvirus hat meinen Sohn getötet." Damit wiederholt Musk eine Aussage vom Juli, in dem er seinen "Sohn" ebenfalls für tot erklärt hatte (queer.de berichtete).
Wilson reagierte auf die kalte Reaktion ihres Vaters auf Threats empört. Musk erzähle nur eine "rührselige Geschichte", in der er sich immer und immer wieder als Opfer präsentiere, schrieb sie.
Elon Musk, der im Wahlkampf offensiv für Donald Trump geworben hatte, dürfte innerhalb der neuen Trump-Regierung eine mächtige Position erhalten. Er soll zuständig sein für Effizienzsteigerung und Verschlankung des Behördenapparats. Als reichster Unternehmer der Welt, der mit SpaceX insbesondere sein Geld mit Regierungsaufträgen verdient, könnte er sich damit in Zukunft möglicherweise selbst Blankoschecks ausstellen – und noch mächtiger werden.
Auch mehrere Promis haben nach dem Trump-Wahlsieg angekündigt, möglicherweise die USA zu verlassen. Cher hatte etwa vergangenes Jahr in einem Interview erklärt, sie werde sich bei einem Wahlsieg ein neues Heimatland suchen. Allerdings gehen Beobachter*innen davon aus, dass sie es sich möglicherweise anders überlegt. (cw)













