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- 10. Juli 2006 1 Min.
Valencia (queer.de) - Papst Benedikt hat seinen zweitägigen Spanienbesuch mit einer verbalen Attacke auf die Homo-Ehe beendet. Bei einem Open-Air-Gottesdienst in einem Park sagte der 79-Jährige, die Familie "basiert auf der unauflösbaren Ehe zwischen einem Mann und einer Frau" - und diese Ehe sei "Gottes Plan", fügte der Pontifex an. Nach Schätzungen von spanischen Medien verfolgten 400.000 Pilger die Messe, der Vatikan sprach von 1,5 Millionen Zuschauern. König Juan Carlos und seine Frau nahmen an der Messe teil, allerdings nicht Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero. Der Papst hat Zapatero wiederholt kritisiert, weil der Sozialist die Ehe für Schwulen und Lesben geöffnet und Scheidungen erleichtert hatte. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP sind zwar noch 80 Prozent der Spanier Mitglied der katholischen Kirche, aber nur 42 Prozent glauben an Gott und lediglich 20 Prozent besuchen die Heilige Messe. Der größte spanische Homoverband kritisierte anlässlich des Papstbesuches die Prioritäten des Vatikans: "Wenn die Kirche das Präservativ zum Schutz gegen Aids zugelassen hätte, wären heute nicht Millionen Kinder verwaist." (dk)














