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Travel Well: Warum nicht mal nach Houston?
In Zusammenarbeit mit KLM Royal Dutch Airlines stellen wir queerfreundliche Reiseziele vor, die nicht zu den bekannten Hot-Spots gehören, aber dennoch viel zu bieten haben. Der erste Teil führt uns in die viertgrößte Stadt der USA.
- Von Axel Winter
18. November 2024, 04:00h 4 Min.
Wenn wir bewusst reisen, bringt uns ein Ticket weiter als nur ans Ziel. Es schenkt uns neue gemeinsame Erinnerungen. Es gibt uns das Gefühl, einen Ort wirklich kennenzulernen. Es ist eine Einladung, persönliche Beziehungen aufzubauen. Mit dieser Serie, entstanden in Zusammenarbeit mit KLM Royal Dutch Airlines, laden wir dazu ein, jede Reise zu etwas Besonderem zu machen.
Wir beginnen mit Houston. Die texanische Metropole wächst und wächst. In den letzten Jahrzehnten hat sich Houston nach New York City, Los Angeles und Chicago zur viertgrößten Stadt der USA entwickelt. Arbeitsplätze im Energiesektor haben einen großen Teil dieses Wachstums bewirkt. Viele Geschäftsreisende kennen den riesigen George Bush Intercontinental Airport nahe der Stadt – Tourist*innen trifft man eher seltener. Dabei verspricht gerade eine Reise nach Houston ein besonders authentisches "USA-Feeling".
Liberale Insel im konservativen Texas
Texas gilt als Trump-Land und besonders konservativ, das mag einige vielleicht abschrecken. Doch in dem US-Bundesstaat ist das liberale Houston mit einem demokratischen Bürgermeister der "blaue Punkt". Bereits 2010 wurde hier mit Annise Parker die erste offen lesbische Bürgermeisterin einer US-Großstadt gewählt. Den Pride Houston, der jedes Jahr im Juni stattfindet und mittlerweile Hunderttausende Besucher*innen anzieht, gibt es seit knapp einem halben Jahrhundert. Mit "Houston's New Faces of Pride" gibt es seit diesem Jahr sogar einen alternativen CSD.

Die Stadt bekennt sich zu ihren queeren Community (Bild: Houston First)
Aufgrund seines Wachstums ist Houston ein Ort, an dem jede*r Einwohner*in ursprünglich von woanders her zu kommen scheint. Aber die Stadt zelebriert das, rühmt sich öffentlich damit, die vielfältigste Metropole der Nation und ein Paradies für Food Lover zu sein. Besucher*innen dürfen sich nicht nur auf typisches Southern Food, mexikanische Küche oder authentisches Essen in Chinatown freuen, sondern auch auf einzigartige Kreationen wie eine vietnamesisch-cajunische Fusion-Küche. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung liegt bei nur 34,2 Jahren.
Das Stadtviertel Montrose gilt als "gayborhood"
Das Zentrum des queeren Lebens ist seit den 1970er Jahren das Stadtviertel Montrose, und zwar rund um die Uhr. Die "gayborhood" von Houston zählt zu den Vierteln der riesigen Metropole, die man am einfachsten zu Fuß erkunden an. Tagsüber laden kleine Geschäfte und Galerien zum Bummeln ein, abends und nachts kann man von einer Bar zum nächsten Club tingeln. Für jede Zielgruppe der LGBTI-Community ist etwas dabei. Neue Freund*innen kennenzulernen, ist in Montrose nicht schwer – die Szene von Houston gilt in den USA als besonders freundlich und kommunikativ.

Bekannteste Szenebar von Houston: Das "Eagle" gilt in der Metropole als Institution (Bild: Houston Eagle)
Auch an klassischen Sightseeing-Optionen mangelt es nicht. Denn Houston vereinigt so ziemlich alles, wofür die Vereinigten Staaten bekannt sind: Es gibt Wolkenkratzer, Freizeitparks und riesige Malls, aber auch Rinderfarmen, Rodeos und Museen von Weltrang. Die Hauptattraktion für viele ist natürlich das legendäre Space Center mit Ausstellungen und Touren rund um das Thema Raumfahrt. Dort kann man sogar ein Stück Mondgestein berühren.
Cowboy spielen auf der George Ranch
Zu den weiteren Highlights der Stadt gehört der Museum District mit mehr als einem Dutzend großartiger Museen, darunter das Museum of African American Culture, das Holocaust Museum und das Health Museum. Sehr urig ist ein Besuch der George Ranch, auf der man erleben kann, wie sich das Leben in Houston in der Pionierzeit oder im frühen 20. Jahrhundert abgespielt hat.

Einmal Cowboy spielen auf der George Ranch
Ebenso einzigartig ist die unterirdische Zisterne im Buffalo Bayou Park. Die beste Aussicht hat man wiederum von der Aussichtsplattform im 60. Stock des JPMorgan Chase Tower. Auch wenn man kein Sportfan ist: Um die Amerikaner*innen besser zu verstehen, bietet sich ein Besuch in einem der großen Stadien an, um die einzigartige Stimmung bei einem Baseball-, Football- oder Basketball-Spiel der legendären Houston Astros, Houston Texans oder Houston Rockets mitzuerleben.
Eigene Website für queere Tourist*innen
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln lässt sich die Stadt gut erkunden. Das gilt auch für die vielen Erkundungstipps, die das städtische Tourismusbüro auf einer eigenen Website für queere Besucher*innen zusammengestellt hat.
Genug vom anstrengenden Sightseeing? Westlich der Innenstadt lädt der riesige Memorial Park mit kilometerlangen Wander- und Radwegen und zahlreichen Freizeitangeboten zum Entspannen ein. Und auch das Meer ist gar nicht so weit entfernt. In gut einer Stunde erreicht man mit dem Auto den südlich von Houston gelegenen Golf von Mexiko mit herrlichen Sandstränden und Surf-Gelegenheiten.
KLM fliegt täglich von Amsterdam in knapp elf Stunden direkt zum George Bush Intercontinental Airport in der Nähe von Houston. Zubringerflüge gibt es von neun deutschen Flughäfen. Weitere tägliche Flugverbindungen gibt es mit den KLM-Partnern Air France über Paris oder Delta ab Frankfurt.
Links zum Thema:
» Deutsche Homepage von KLM Royal Dutch Airlines
Mehr zum Thema:
» Gay and gayfriendly Hotels buchen




















