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Kulturkampf

USA: Kloverbot für trans Abgeordnete jetzt offiziell

Die Damen- und Herrentoiletten im Kapitol und in den Bürogebäuden des Repräsentantenhauses seien "Personen des jeweiligen biologischen Geschlechts vorbehalten", stellte der republikanische Parlamentssprecher Mike Johnson klar.


Der Republikaner Mike Johnson st seit dem 25. Oktober 2023 Sprecher des Repräsentantenhaiuses der Vereinigten Staaten (Bild: United States Congress / wikipedia)
  • 21. November 2024, 05:07h 2 Min.

Der republikanische Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses will der ersten trans Frau im Kongress die Nutzung von Damentoiletten verbieten. Die Damen- und Herrentoiletten im Kapitol und in den Bürogebäuden des Repräsentantenhauses seien den "Personen des jeweiligen biologischen Geschlechts vorbehalten", teilte Mike Johnson in einer schriftlichen Stellungnahme mit.

In jedem Abgeordnetenbüro gebe es aber eine private Toilette und im gesamten Kapitol stünden Unisex-Toiletten zur Verfügung, ergänzte der Republikaner. Trans Frauen sprach Johnson das Frausein ab: "Frauen verdienen Räume nur für Frauen."

Diskreditierung der ersten trans Abgeordneten Sarah McBride

Hintergrund ist ein Streit um die Toiletten-Nutzung im US-Parlament: Im Januar wird mit der Demokratin Sarah McBride erstmals eine trans Frau in den US-Kongress einziehen. Die 34-Jährige wurde bei den Wahlen Anfang November im Bundesstaat Delaware ins US-Repräsentantenhaus gewählt, in dem Republikaner eine knappe Mehrheit behielten.


Die Demokratin Sarah McBride konnte bei den Wahlen am 5. November als erste trans Frau ein Kongressmandat erobern (Bild: Delaware Democratic Party)

Die republikanische Abgeordnete Nancy Mace schlug daraufhin eine Resolution vor, wonach Kongress-Mitglieder und Beschäftigte nur Toiletten und Umkleiden gemäß ihrem "biologischen Geschlecht" benutzen dürfen sollen (queer.de berichtete). Zuvor hatte bereits die republikanische Abgeordnete Marjorie Taylor Greene McBride mit physischer Gewalt gedroht, sollte sie die Damentoilette betreten.

McBride kritisiert Ablenkung von wahren Problemen

McBride kritisierte den Vorstoß als eklatanten Versuch "rechter Extremisten" davon abzulenken, dass sie keine Lösung für Probleme Amerikas hätten. Der Kongress solle lieber daran arbeiten, Mieten und Gesundheitsversorgung günstiger zu machen – statt "Kulturkriege" anzuzetteln.

Der designierte US-Präsident Donald Trump hatte unter anderem Kritik an der Teilnahme von trans Frauen an Sportveranstaltungen zu einem Wahlkampfthema gemacht. Er hatte auch angekündigt, dass es für Operationen zur Geschlechtsanpassung keine finanzielle Unterstützung vom Staat mehr geben werde. (cw/dpa)

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