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Neue Zielscheibe

Jetzt ist Jaguar zu "woke"

In den letzten Monaten gab es immer wieder Proteste gegen Unternehmen, die als zu queerfreundlich gelten. Jetzt erwischt es ein früheres britisches Traditionsunternehmen.


Die Werbefiguren im neuen Jaguar-Spot werden als zu queer kritisiert (Bild: Jaguar)

  • 22. November 2024, 12:56h 2 Min.

In den letzten Wochen feierten queerfeindliche Kräfte in den USA Erfolge gegen mehrere Unternehmen, die nach Kritik LGBTI-Projekte einstellten – etwa der Spirtuosenhersteller Jack Daniel's oder der Autobauer Ford. Nun gibt es aus der selben Ecke Proteste gegen das Traditionsunternehmen Jaguar. Der Autohersteller steht in der Kritik, weil er kürzlich eine neue Werbestrategie startete und letzte Woche einen bunten Werbespot mit androgynen Models zeigte, in dem kein Auto zu sehen war. Dies wurde in sozialen Medien als zu "woke" oder zu "queer" kritisiert.

Kritik gibt es sogar aus dem Umfeld der künftigen US-Regierung: Multimillardär Elon Musk, der für Trump ein Beratungsgremium für Strukturreformen übernehmen soll, fragte auf seinem Social-Media-Portal X (vormals Twitter): "Verkauft ihr Autos?".

Auch der britische Parlamentsabgeordnete Nigel Farage von der rechtspopulistischen Reform-Partei schimpfte in einem von ihm veröffentlichten Youtube-Video über Jaguar. Dabei erwähnte er zunächst, dass es sich dabei um eine "großartige britische Marke" gehandelt habe, die allerdings nun einem indischen Unternehmen gehöre. Dann empörte er sich über das neue Jaguar-Logo, die "nichtmenschlichen Figuren" in dem Werbespot. "Ich sage voraus: Jaguar wird pleite gehen. Und wisst ihr was: Sie verdienen es!", so Farage.

In Deutschland macht die rechte Bubble ebenfalls Stimmung gegen Jaguar wegen des Werbespots: "Die Zeichen stehen auf Woke", schrieb etwa das rechtspopulistische Portal "Nius" von Ex-"Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt. Und es berichtete empört über den Spot, in dem "in allen Regenbogenfarben gekleidete Menschen" zu sehen seien. Der rechtsextreme österreichische Aktivist Martin Sellner erklärte auf X über Jaguar: "Wokeness ist bereits im Todeskrampf und sie bringen diesen absurden 2021-Müll raus." (cw)

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