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Niedersachsen

Lüneburg: Offenbar schwulenfeindlicher Angriff auf Junge-Union-Schatzmeister

Der 24-Jährige berichtet, über eine Dating-App in einen Hinterhalt gelockt worden zu sein.


Symbolbild für einen Polizeieinsatz (Bild: fsHH / pixabay)

In Lüneburg ist es am Montagabend zu einem mutmaßlich schwulenfeindlich motivierten Angriff auf einen Jungpolitiker gekommen. Die Polizei berichtete am Dienstag in einer Meldung zunächst von einer "körperlichen Auseinandersetzung" gegen 18.15 Uhr auf einem Schulhof in der Graf-Schenk-von-Stauffenberg-Straße. Dabei soll eine Gruppe Jugendlicher auf einen 24-Jährigen losgegangen sein.

Im Zuge der körperlichen Auseinandersetzung sei der Mann, der später mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht wurde, im Gesicht verletzt worden. Ermittlungen zu den Hintergründen dauerten an. Später berichtete die Junge Union Lüneburg, ihr Schatzmeister und Vorstandsmitglied Simon Schmidt sei "in einem abscheulichen Angriff von einer Gruppe junger Männer mit Migrationshintergrund massivst zusammengeschlagen und mit einem Messer angegriffen" worden.

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In Hinterhalt gelockt

"Das war ein schwulenfeindlicher Anschlag", sagte der 24-Jährige am frühen Abend dann gegenüber "Bild". Er habe sich auf einer Dating-App mit einem Mann verabredet, der Treffpunkt sei aber ein Hinterhalt gewesen. Dort sei "eine Horde von sieben oder acht Migranten aus Syrien oder Afghanistan hinter Büschen" hervorgekommen und habe ihn mit Fäusten und Tritten traktiert und homophob beleidigt. "Als ich am Boden lag, zog einer der Angreifer ein schwarzes Taschenmesser hervor. Ein anderer rief: Wir stechen dich ab!"

Ein Spaziergänger sei zu Hilfe gekommen, worauf die Angreifer geflüchtet seien. Der Jungpolitiker und Jagdausbilder hatte laut "Bild" am Dienstag das Universitätsklinikum in Hamburg-Eppendorf verlassen können, wo er wegen einer Gesichtsverletzung behandelt wurde. Eine Operation des Jochbeins stehe ihm noch bevor.

Junge Union verurteilt Tat

Die Junge Union zeigte sich erschüttert und verurteilte "diese Schandtat aufs schärfste": "Unsere Gedanken sind bei unserem treuen Freund der aufgrund unnötiger Gewaltexzesse in unserer Stadt schlimme Schmerzen erleiden muss", so der Kreisvorsitzende Leander Zeletzki. Die Mitteilung geht nicht auf Homophobie als Motiv ein.

Vielmehr heißt es, das Ereignis reihe sich "in die Vorkommnisse der vergangenen Monate und Jahre" ein: "Die innere Sicherheit in Deutschland und auch bei uns in Lüneburg ist stark gefährdet. Auch, und das muss man in aller Deutlichkeit sagen, durch mangelnde Integrationsbereitschaft von gewissen Menschen mit Migrationshintergrund, die vor brutaler Gewalt gegen deutsche Mitbürger nicht zurückschrecken."

Die Polizei nimmt Hinweise zu der Tat unter der Telefonnummer (04131) 8306 2215 entgegen. (cw)

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