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Twitter-Exodus geht weiter

Dunja Hayali verlässt X

Gemeinsam mit Dutzenden Gleichgesinnten verlässt die ZDF-Journalistin Dunja Hayali die Plattform, die früher mal als Twitter bekannt war. X sei einfach zu toxisch geworden.


Keine Angst – Dunja Hayali ist weiter bei Instagram zu finden (Bild: ZDF / Klaus Weddig)
  • 2. Dezember 2024, 15:09h 2 Min.

Dutzende Journalisten und Autoren sowie eine Reihe von gesellschaftlichen Institutionen in Deutschland haben gemeinsam ihren Abschied vom Kurznachrichtendienst X (ehemals Twitter) angekündigt. Darunter ist auch "Moma"- und "Heute Journal"-Moderatorin Dunja Hayali und ihr ZDF-Kollege Jo Schück ebenso wie Bestsellerautorin Anne Rabe sowie etwa mehrere NS-Gedenkstätten wie das NS-Dokumentationszentrum in München und die Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz in Berlin. Insgesamt trägt die Liste mehr als 60 Unterschriften.

X habe sich zu einer zunehmend toxischen Umgebung entwickelt, sagte der Sprecher des Hauses der Wannseekonferenz, Eike Stegen, auf Anfrage. Der Kurznachrichtendienst – früher Twitter – sei "systematisch unmoderiert" und verbreite Hass und Hetze. Das Haus der Wannseekonferenz schließe seinen Account in zehn Tagen (13. Dezember) und setze auf Alternativen wie Bluesky und soziale Medien wie Tiktok oder Instagram.

Ähnliche Gründe führt auch der von 66 Personen unterschriebene "Offene Abschiedsbrief" unter dem Titel "eXit von Twitter" an, den unter anderen Hayali auf Instagram teilte. Initiatoren sind die Autoren Jan Skudlarek und Max Czollek. "Seit der Übernahme durch Elon Musk ist Twitter kein Ort mehr für freie und faire Meinungsäußerung und einen offenen Austausch", heißt es in dem Papier. "Schlimmer noch, Twitter ist ein Ort der Zensur, des Rassismus, Antisemitismus und des rechten Agendasettings geworden."

Viele queere Organisationen haben sich in den letzten Jahren von X zurückgezogen – viele nach nach transphoben Tiraden des neuen Chefs Elon Musk. Auch Organisationen wie die Deutsche Aidshilfe oder die Antidiskriminierungsstelle des Bundes sind bereits seit einem Jahr von X verschwunden. Die Unterstützung von Elon Musk für Donald Trump und dessen Wahlsieg Anfang November beschleunigte nun wieder die Austrittsambitionen (queer.de berichtete). (dpa/dk)

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