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AfD vs. Medien

Keine "Damen und Herren" mehr: Beatrix von Storch empört über "Tagesschau"

Zwar galt Beatrix von Storch nie als Fan der "Tagesschau", nun ist sie aber richtig sauer: Weil die ARD die Begrüßungsformel "Damen und Herren" nicht mehr verwendet, werde Deutschland zu einer "stumpfen, manipulierbaren Masse".


AfD-Vizefraktionschefin Beatrix von Storch würde gerne von "Tagesschau"-Chefmoderator Jens Riewa als Dame angesprochen werden (Bild: Ministério da Ciência, Tecnologia e Inovações / flickr / NDR)

Die AfD-Vizefraktionschefin Beatrix von Storch hat den Wegfall der Anrede "Meine Damen und Herren" bei der ARD-"Tagesschau" scharf kritisiert. In den Änderung sieht sie ein System: "Ganz langsam und leise werden Worte eliminiert, die aus unserem Sprachgebrauch verschwinden sollen", behauptete die 53-Jährige am Montag auf Facebook. Auf diese Weise solle die Bevölkerung "eine stumpfe, manipulierbare Masse" werden ("Geschlechtslos. Gesichtslos. Identitätslos. Würdelos").


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Die "Tagesschau" hatte die Anrede "meine Damen und Herren" in der Begrüßung zu Beginn der täglichen Nachrichtensendung um 20 Uhr am 21. November abgeschafft, ohne die Öffentlichkeit groß darüber zu informieren. Eine Woche später entdeckte die "Bild"-Zeitung die Änderung – und skandalisierte sie als "Woke-Wahnsinn" (queer.de berichtete).

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ZDF und RTL kennen schon lange keine Damen und Herren mehr

Der Norddeutsche Rundfunk teilte mit, dass sich die "Tagesschau" künftig bei den Texten der Sprecher*innen zunehmend am gesprochenen Wort statt an formeller Schriftsprache orientiere, auch bei der Begrüßung. Dies sei auch bei Befragungen ein Wunsch des Publikums gewesen. Die Moderator*innen von "Heute"-Nachrichten im ZDF oder der Sendung "RTL Aktuell" sind schon seit längerem sehr viel legerer – und eröffnen die Sendung mit einem schlichten "Guten Abend" oder einem "Wir begrüßen Sie ganz herzlich".

Die für ihre Queerfeindlichkeit berüchtigte Beatrix von Storch ist im Oktober zur Berliner Spitzenkandidatin ihrer Partei bei der Bundestagswahl gewählt worden (queer.de berichtete). Sie hatte diesen Posten bereits 2017 und 2021 inne. Die Wahl bezeichnete sie dabei als "Kulturkampf":  "Wir stehen vor der Alternative einer links-woken Kulturrevolution oder einer geistig-moralischen Wende", sagte sie auf dem Wahlparteitag.

AfD will öffentlich-rechtlichen Rundfunk abschaffen

Die AfD sieht alle öffentlich-rechtlichen Nachrichtensendungen kritisch und macht insbesondere immer wieder Stimmung gegen das Flaggschiff "Tagesschau". Nach der Abschaffung der Anrede befeuerten AfD-Politiker*innen in sozialen Medien eine Shitstorm gegen die Nachrichtensendung. Die Partei fordert die Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und die Errichtung eines steuerfinanzierten "Grundfunks", dessen Berichterstattung weniger "ideologisch" sein müsse, sich also eher an den Positionen der AfD zu orientieren habe. (dk)

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