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Die Aufforderung der Hamburger Polizei ist deutlich! (Bild: Polizei Hamburg)

Als Zeichen gegen queer­feindliche Kriminalität hat die Polizei Hamburg eine neue Kampagne vorgestellt. Unter dem Motto "Wir l(i)eben bunt" soll in der Öffentlichkeit etwa auf Plakaten und Litfaßsäulen dafür geworben werden, Hass­kriminalität gegen queere Menschen an die Polizei zu melden.

Über 90 Prozent der queer­feindlichen Straftaten werde nie zur Anzeige gebracht, betont der Polizeibeamte Tobias Conrad, der bei der Polizei Hamburg als LSBTI-Ansprechperson tätig ist. "In der Community selbst herrscht gegenüber der Polizei leider immer noch ein gewisses Misstrauen. Das versuchen wir ebenfalls, mit dieser Kampagne aufzubrechen", sagte Conrad.

Queere Betroffene sollen sich sicher aufgehoben fühlen

Gemeinsam mit seiner Kollegin Miria Lottmann ist Conrad als einer der "Cops for Q" für Aufklärungsarbeit innerhalb und außerhalb der Behörde zuständig. Für queere Menschen bestehe unter anderem auch das Angebot, Anzeigen und Zeugenvernehmungen direkt mit den LSBTI-Ansprechpersonen vorzunehmen. Das Ziel sei schließlich, dass sich Betroffene bei der Polizei melden und dort "dann auch einfach sicher und wohl aufgehoben" fühlen, sagte Conrad.

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Mit Fotos von queeren Menschen und dem Schriftzug "Gemeinsam gegen Hass! Erstatte Anzeige!" rufen die Motive zur Meldung von queerfeindlichen Straftaten auf. Ein QR-Code führt zu einer Informationsseite der Polizei, die sich an Betroffene richtet. Die Kampagne wird laut Polizei durch die Innenbehörde und die Behörde für Gleichstellung finanziert und ist mit Beteiligung von Vertreter*innen aus der queeren Community entwickelt worden. (dpa/cw)

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