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Nordrhein-Westfalen

Grünen-Landeschef rät zu Verbleib auf X: "Digitale Räume nicht AfD und BSW überlassen"

Wegen der zunehmend rauen Atmosphäre verlassen viele Demokrat*innen Elon Musks Social-Media-Plattform. Nun warnt Tim Achtermeyer davor, dass nach einem "eXit" undemokratischen Kräfte die einzige Stimmen bei X sein würden.


Grünen-Chef Tim Achtermeyer bei einem Europawahlkampf-Auftritt in Köln (Bild: Elke Wetzig / wikipedia)

  • 6. Dezember 2024, 10:00h 2 Min.

Der nordrhein-westfälische Grünen-Co-Vorsitzende Tim Achtermeyer hält es anders als viele Kulturschaffende für einen Fehler, den umstrittenen Kurznachrichtendienst X (früher Twitter) zu verlassen. Es sei zwar schlimm, wenn Debatten von Algorithmen gelenkt und nach rechts gerückt würden, sagte Achtermeyer der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ). "Ich bin aber gleichzeitig nicht bereit, diese digitalen Räume der AfD und dem BSW zu überlassen. Wir müssen als Demokraten in diese Diskussionsräume zurück."

Achtermeyer selbst postet fast täglich auf X. "Wenn sich dort am Ende nur noch jene bewegen, die andere anbrüllen und Halb- und Unwahrheiten verbreiten, dann tut das diesem Land nicht gut", sagte der 31-jährige Grünen-Politiker. Der Wahlkampf werde zudem immer digitaler. Die demokratischen Parteien sollten daher mehr als bisher auch auf Plattformen gehen, auf denen sie sich bisher nicht so wohlfühlten.

Zuvor hatten zahlreiche Journalist*innen, Schriftsteller*innen, Sportler*innen und andere Promis in Deutschland den "eXit" erklärt, also den Abschied vom Kurznachrichtendienst (queer.de berichtete). Ihre Begründung: Die Plattform habe sich zu einer "toxischen" Umgebung entwickelt, in der sich Demokratiefeind*innen versammelten. Sie werfen der Firma des US-Milliardärs Elon Musk vor, Hass und Hetze zu verbreiten. Viele LGBTI-Organisationen, etwa der Bundesverband Trans*, hatten X schon nach queerfeindlichen Äußerungen von Musk vor mehr als einem Jahr verlassen.

Achtermayer hatte bereits vor einem Monat mit einer Äußerung zur Gendern für Aufsehen gesorgt: "Ich habe keine Lust mehr, über das Gendern zu diskutieren. Wer gendern will, soll das machen, und wer das nicht will, soll es lassen", sagte er – und erklärte weiter: "Wir wollen keine Bullshit-Debatten mehr" (queer.de berichtete). (dpa/dk)

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