Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?51931
  • 8. Dezember 2024, 10:29h 1 Min.

Symbolbild (Bild: tingeyinjurylawfirm / unsplash)

Das Landgericht Berlin hat am Donnerstag einen 35-jährigen Sexarbeiter wegen Totschlags zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt. Das berichtete am Freitag die Tageszeitung "B.Z.".

Der aus Kasachstan stammende Mann mit deutschem Pass hatte im November des vergangenen Jahres einen Freier, den er über Planetromeo kennengelernt hatte, in dessen Wohnung im Stadtteil Marzahn getötet. Sein 63-jähriges Opfer würgte er brutal, schlug es mit der Faust und drückte ihm ein Kissen aufs Gesicht. Außerdem schüttete er dem Rentner Chlorreiniger über den Kopf.

"Es war das brutale Ende einer über Jahre andauernden Beziehung mit einem Mann aus dem Escort- und Stricher-Milieu", erklärte Richterin Sylvia Busch laut "B.Z.". Seit 2018 ließ der 63-Jährige den vorbestraften Sexarbeiter öfter bei sich wohnen. Zu Gewalttat kam es, als der Rentner den wohnungslosen 35-Jährigen rausschmeißen wollte. Anschließend raubte der Verurteilte auch noch die im selben Haus wohnende, 86-jährige Tante des Opfers aus.

Im Prozess war der Sexarbeiter weitgehend geständig. Die Behauptung, er sei zuerst attackiert worden und habe sich nur gewehrt, nahm ihm das Gericht jedoch nicht ab. Weil der 63-Jährige bei dem Angriff nicht schlief, wurde der ursprünglich wegen Mordes angeklagte Täter als Totschläger verurteilt. (cw)