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"Legalisierung ist einer der größten Fehler aller Zeiten"

Elton John hält Cannabis für eine gefährliche Einstiegsdroge

Sänger Elton John ist glücklich darüber, dass Cannabis in seinem Heimatland verboten ist.


Elton John warnt davor, dass Cannabis-Konsument*­innen schnell auf andere Drogen umsteigen könnten (Bild: Elsa Olofsson / flickr)

Der britische Sänger Elton John hat in einem Interview mit dem US-Magazin "Time" die Legalisierung von Cannabis als high machendes Genussmittel in Teilen der USA und in Kanada scharf kritisiert. "Ich bleibe dabei: Das macht abhängig. Das führt zu anderen Drogen", erklärte der 77-Jährige. "Und wenn du high bist – und ich war selbst high – denkst du nicht klar. Die Legalisierung von Marihuana in den USA und Kanada ist einer der größten Fehler aller Zeiten".

John hatte selbst in der Vergangenheit mit Alkohol- und Drogenproblemen zu kämpfen, ist aber seit 1990 nüchtern. 2020 erklärte er in sozialen Medien: "Wenn ich vor 30 Jahren nicht endlich den großen Schritt getan hätte, um Hilfe zu bitten, wäre ich tot."

In den letzten Jahrzehnten hatte John mehreren Kollegen dabei geholfen, ihre Abhängigkeit zu überwinden, etwa Robbie Williams oder Eminem (queer.de berichtete). Ein Künstler, dem er nicht mehr habe helfen können, sei der 2016 verstorbene George Michael gewesen.

Teillegalisierung in Deutschland

Die Ampel hatte auch dieses Jahr Cannabis in Deutschland teillegalisiert, allerdings ist es bislang praktisch unmöglich, die Produkte mit dem high machenden Wirkstoff THC legal zu erwerben. Bereits seit 2016 war der Wirkstoff für den medizinischen Gebrauch legalisiert worden.

Die Ampel-Koalition argumentierte, dass sie mit der Legalisierung Konsument*innen vor verunreinigtem Cannabis schützen, den Schwarzmarkt austrocknen werde und durch die Einführung eines Mindestalters Jugendliche besser geschützt werden könnten.

Union und AfD lehnten den Schritt ab und erklärten, dass der Schwarzmarkt durch die Legalisierung nicht eingeschränkt werde und sich das Angebot eher vergrößere, dabei habe Cannabiskonsum erhebliche gesundheitliche und soziale Folgen. Insbesondere die CSU betont gerne, dass die eher in linken Kreisen beliebte Droge Cannabis weit gefährlicher sei als das traditionelle Brauchtum Alkohol, was allerdings in wissenschaftlichen Kreisen umstritten ist.

Die AfD will sogar medizinisches Cannabis verbieten, obwohl dieses laut Studien bei der Schmerzbehandlung von Schwerkranken besser helfen könne als traditionelle Schmerzmittel und zudem kostengünstiger sei. (dk)

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