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  • 13. Dezember 2024, 01:40h 2 Min.

Jan-Marco Luczak (Bild: Yves Sucksdorff)

Die Berliner CDU zieht mit Jan-Marco Luczak als Spitzenkandidat in den Bundestagswahlkampf. Der Abgeordnete aus Tempelhof-Schöneberg wurde am Donnerstagabend mit deutlicher Mehrheit von den Delegierten bei der Landesvertreterversammlung auf den ersten Platz der Kandidat*­innen-Liste gewählt. Er erhielt 200 von 217 abgegebenen Stimmen bei vier Enthaltungen.

Luczak ist bereits seit 2009 im Bundestag und dort Vorsitzender der Berliner CDU-Landesgruppe. In seiner Bewerbungsrede forderte er einen Politikwechsel für Deutschland, das an einem Scheideweg stehe. Dazu gehört für ihn die Zurücknahme des Heizungsgesetzes und der Cannabis-Teillegalisierung sowie die klare Unterstützung Israels und eine Ausweitung von Grenzkontrollen.

Jan-Marco Luczak gilt als einer der LGBTI-freundlichsten CDU-Abgeordneten. Bereits 2012 gehörte er zu den sogenannten "Wilden 13", die sich innerhalb der Union für die Gleich­behandlung von gleich­geschlechtlichen Paaren einsetzten (queer.de berichtete). 2019 kündigte er als erster CDU-Abgeordneter seine Unterstützung für einen Diskriminierungsschutz von LGBTI in Artikel 3 des Grundgesetzes an (queer.de berichtete).

Der Berliner CDU-Parteichef und Regierende Bürgermeister Kai Wegner gab für die Partei das Ziel vor: "Wir wollen auch bei der Bundestagswahl die stärkste politische Kraft in Berlin werden", sage er. "Einen Richtungswechsel gibt es nur mit einer starken CDU. Und diesen Richtungswechsel brauchen wir", ergänzte Wegner. "Wir wollen Friedrich Merz Rückenwind geben auf seinem Weg ins Kanzleramt."

Nach den Daten von infratest dimap, die Mitte November im Auftrag des RBB erhoben wurden, käme die CDU bei der Bundestagswahl in ihren Berliner Wahlkreisen auf 24 Prozent, dicht gefolgt von den Grünen mit 22, der AfD mit 17 und der SPD mit 13 Prozent. (cw/dpa)

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