Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?52041

Schwuler Fußballstar

Josh Cavallo eröffnet Luxus-Resort in Verfolgerstaat

Der offen schwule Fußballer Josh Cavallo ist durch seine Kritik an Fußballturnieren in homophoben Ländern bekannt. Nun eröffnet er eine Ferienanlage ausgerechnet in einer Region, in der Homosexuelle bald wieder verfolgt werden.


Josh Cavallo wird in Indonesien zu Hotelier (Bild: Dailyausfootball / wikipedia)

  • 18. Dezember 2024, 10:19h 2 Min.

Der offen schwule Australier Josh Cavallo hat diese Woche angekündigt, ein Luxus-Resort auf der indonesischen Insel Bali zu errichten. In sozialen Medien stellte der 25-jährige Fußballprofi von Adelaide United seine Pläne vor. Die Villa soll durch moderne Architektur, großzügige Räume und einen atemberaubenden Ausblick Tourist*innen anziehen. "Nachdem ich jahrelang geträumt und geplant habe, ist der Moment jetzt gekommen", erklärte Cavallo auf Instagram. "Ich kann es nicht abwarten, euch auf diese unglaubliche Reise zu nehmen, von den Blaupausen bis zur Vollendung. Das ist ein Ort, den ich kreieren wollten, damit sich Menschen sicher fühlen können." Für ihn sei das geplante Resort ein "Zufluchtsort".

Bali gilt schon seit längerem als beliebtes Reiseziel für queere Tourist*innen, allerdings ziehen sich dunkle Wolken über der zu Indonesien gehörenden Insel mit 4,3 Millionen Einwohner*innen auf. 2022 beschloss das Parlament von Indonesien, dass ab 2024 außerehelicher Sex mit bis zu einem Jahr Haft geahndet werden kann – da das Land keine gleichgeschlechtlichen Beziehungen anerkennt, ist damit praktisch Homosexualität verboten (queer.de berichtete).

Bislang ist Homosexualität nur in der Provinz Aceh an der Nordwestspitze der Insel Sumatra untersagt. Dort wird das barbarische islamische Rechtssystem der Scharia umgesetzt – auf Sex außerhalb der Ehe stehen dort bis zu 100 Stockhiebe. Mehrfach wurden auch bereits Lesben und Schwule öffentlich auf diese Weise gefoltert (queer.de berichtete).

Kritik an Fußball-WMs in Katar und Saudi-Arabien

In der Vergangenheit hat sich Cavallo stets kritisch darüber geäußert, wenn Fußballturniere in Verfolgerstaaten ausgetragen werden. So erklärte er etwa im Vorfeld der Fußball-WM 2022 in Katar, dass er wegen homophober Gesetze als schwuler Spieler Angst haben würde, für Australien aufzulaufen (queer.de berichtete). Kürzlich sagte er gegenüber dem britischen "Mirror" auch angesichts der Vergabe der WM 2034 an Saudi-Arabien, dass er sich dort auch nicht sicher fühlen würde.

Cavallo hatte sich 2021 als schwul geoutet (queer.de berichtete). Im März diesen Jahres machte er im Stadion seines Heimatvereins seinem Freund einen Heiratsantrag (queer.de berichtete). (dk)

-w-