Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?52049
  • 19. Dezember 2024, 00:55h 2 Min.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbac

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sieht nach dem aktuellen Auftreten des Mpox-Virus in Nordrhein-Westfalen vorerst kein höheres Risiko für Deutschland. "Wir haben zum jetzigen Zeitpunkt keinen Grund zur Annahme, dass das ein flächendeckendes, größeres Problem werden könnte", sagte der SPD-Politiker in Berlin. "Die Maßnahmen, die lokal ergriffen worden sind, waren schnell, zielführend und richtig." Er glaube, dass der Ausbruch gut in den Griff zu bekommen sei. Generell könne es solche Fälle weiterhin geben.

Nach dem Auftreten der neuen Variante des Mpox-Virus bei zwei Kindern war eine Schule in Rösrath bei Köln vorsorglich geschlossen worden. Es wurde Distanzunterricht angeordnet. Das Virus der sogenannten Mpox-Klade 1b war bei insgesamt vier Mitgliedern einer Familie im Rheinisch-Bergischen Kreis nachgewiesen worden.

Der Epidemiologe Hajo Zeeb sagte dem Sender WDR 5, dass er dem Fall "eher weniger Bedeutung für Gesamt-Nordrhein-Westfalen oder darüber hinaus" zuspreche. Die Schließung der Förderschule hält er für richtig. "Das ist tatsächlich sehr vernünftig, denke ich, hier in dieser Situation", sagte der Forscher vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie. Das Risiko einer Übertragung werde so minimiert, da die Schüler*­innen nicht mehr zusammen seien.

Zu den Mpox-Symptomen zählen ein typischer Hautausschlag sowie häufig auch allgemeine Krankheitssymptome wie Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen. Tödliche Verläufe sind selten.

Das Mpox-Virus wird vorwiegend beim engen Haut-zu-Haut-Kontakt übertragen, etwa beim Sex oder beim engen Umarmen, Massieren und Küssen. Bei einem weltweiten Ausbruch vor zwei Jahren waren in Europa hauptsächlich Männer betroffen, die Sex mit Männern haben. Insbesondere in der schwulen Community gab es daher die Aufforderung, sich impfen zu lassen (queer.de berichtete).

Der erste Fall der Mpox-Klade 1b in Deutschland war Mitte Oktober in Köln bei einem heterosexuellen Mann nachgewiesen worden. Der Patient habe die Infektion wahrscheinlich in einem ostafrikanischen Land erworben, hieß es (queer.de berichtete). (cw/dpa)

-w-