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https://queer.de/?5207
  • 14. Juli 2006 35 1 Min.

Brasilia (queer.de) - In den letzten zehn Jahren sind in Brasilien über 2.500 Schwule und Lesben wegen ihrer Sexualität umgebracht worden. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der brasilianischen Vereinigung von Schwulen, Lesben und Transsexuellen (ABGLT), meldet die Nachrichtenagentur AFP. Der ABGLT-Generalsekretär verkündete die Zahlen in einer Anhörung des Parlaments in der Hauptstadt Brasilia. Homo-Gruppen versuchen schon seit Jahren die Regierung dazu zu bewegen, Homophobie und daraus resultierende Verbrechen schärfer zu bestrafen. Im Juni demonstrierten beim weltweit größten CSD 2,4 Millionen Menschen in São Paulo gegen homofeindliche Übergriffe. Die Parade stand unter dem Motto "Homophobie ist ein Verbrechen" (queer.de berichtete).

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#1 WisczinskAnonym
  • 14.07.2006, 15:28h
  • Auch wenn jeder Toter etwas schreckliches ist, muß man hier natürlich auch ein wenig auf den Hintergrund eingehen. waren es homophobe Straftaten, waren es homointerne, waren es einfach Straftaten ohne Bezug zur Homosexulität? Wichtig wäre das schon .

    Trotzdem muß man sagen JEDER MORD ist nicht nur eine Straftat, sondern in Verbrechen!
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#2 MichaAnonym
  • 14.07.2006, 17:18h
  • Ergänzend noch. Wenn man den Angaben auf Wikipedia Glauben schenken darf, dann ist die Kriminalitätsrate Brasiliens im Vergleich zum weltweiten Durchschnitt relativ hoch. Jährlich sterben in Brasilien an die 50 000 Menschen durch Mord oder Totschlag. Das wären dann in den besagten zehn Jahren 500.000 Verbrechen. Wie mein Vorschreiber schon ausführte, wäre es interessant zu wissen, ob die 2.500 Verbrechen an Schwulen deshalb stattfanden, weil die Opfer schwul waren, oder hatten die Übergriffe keinen homophoben Hintergrund, sondern waren z.B. Raubmorde oder ähnliches ohne dass der Täter explizit wusste, dass das Opfer schwul war.
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#3 holga-waldaAnonym
  • 14.07.2006, 18:51h
  • die opfer- und umständesortiererei bringt gar nix. die verbände können nur zählen, um den großteil zu erfassen.
    zwischen den brasilianischen realitäten und dem simulierten brasilienbild sind galaxien.
    ich konnte mich dort ausschnittsweise in einigen milieus bewegen. in begleitung von
    ex-militärpolizisten mit gardemass in favelas in rio, in slums in sao paulo und zwar in den ganz derben gegenden, bis hin
    zu den schwerbewachten villen der vw-manager in sao bernado. in provinzstädten
    und den betulichen örtchen der nachkommen deutscher auswanderer, und selbst dort wurde in einem, eine woche vor meiner ankunft, ein mensch mit revolver wegen geldstreitigkeiten ins jenseits befördert.
    d a s brasilien gibt es nicht.
    brasilien wird es aber auf allen kontinenten immer mehr geben.

    de.wikipedia.org/wiki/Brasilianisierung
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