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- 27. Dezember 2024, 07:34h 2 Min.
Mathematik gilt bei nicht wenigen Schüler*innen als unbeliebt, für den schwulen Moderator Lutz van der Horst ("heute-show") ist sie sogar das Schlimmste, was er sich vorstellen kann. "Bei Zahlen blockiert mein Gehirn total, ich kann mir nicht mal die Geburtsjahre meiner Eltern merken. Deshalb war auch Geschichte für mich immer schlimm, weil ich mir die ganzen historischen Daten nicht merken konnte», sagte der in Köln geborene 49-Jährige der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag).
In den 1990er Jahren habe er sich deshalb eine Handynummer geben lassen, die sich jeder merken könne. "Seitdem habe ich die einfachste Nummer der Welt", sagte van der Horst, der als Reporter der ZDF-Satiresendung "heute-show" oft freche Fragen an Politiker*innen stellt.
Die Laune ist bei van der Horst übrigens von der Tageszeit abhängig. Auf die Frage, ob er schon morgens nach dem Aufstehen witzig sein könne, antwortete er: "Ich bin tatsächlich morgens am besten gelaunt und im Verlauf des Tages geht's immer weiter runter mit der Stimmung. Nachmittags zu arbeiten ist zum Beispiel gar nichts für mich." Bei Drehterminen auf Parteitagen fange sein Team entsprechend früh mit der Arbeit an. "Im Idealfall sind wir schon vor der offiziellen Eröffnung da, damit wir Leute abgreifen können."
Seine Homosexualität hatte Lutz van der Horst bereits 2010 in einem Interview mit einem Landesvorsitzenden der Partei Bibeltreuer Christen im Nebensatz erwähnt. Auch in einem "heute-show Spezial" zu den Landtagswahlen in diesem Jahr in Ostdeutschland meinte der 49-Jährige: "Ich bin selber schwul oder queer. Ich habe den Überblick verloren – ich weiß nicht, wie es mittlerweile heißt" (queer.de berichtete).
Lutz van der Horst wurde 1975 als älterer von zwei Söhnen in Köln geboren. Nach dem Studium der Germanistik und Anglistik an der Universität zu Köln arbeitete er zunächst als Sprecher und Autor für den Hörfunk sowie ab 2000 auch für das Fernsehen. (mize/dpa)















