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- 17. Juli 2006 1 Min.
Moskau (queer.de) - Das russische Gesundheitsministerium hat bekannt gegeben, dass Schwule fortan nicht mehr generell vom Blutspenden ausgenommen sind. Damit reagiert es auf das Lobbying der GayRussia-Aktivisten Nikolai Aleksejew und Nikolai Bajew. Eine Anordnung des Ministeriums aus dem Jahre 2001 hatte es zuvor Schwulen untersagt, Blut zu spenden, weil sie wie Drogenabhängige oder Prostituierte als Hochrisikogruppe angesehen worden waren. "Eine symbolische Diskriminierung endet", freut sich Bajew. "Das ist wahrscheinlich die erste positive Nachricht für Schwule in diesem Land, seit 1993 Homosexualität entkriminalisiert wurde." In Deutschland sind nach den Richtlinien der Bundesärztekammer homo- und bisexuelle Männer vom Blutspenden ausgeschlossen. (dk)














