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Hohe Erwartungen

ARD-Programmchefin über ESC: "Unser Ziel ist und bleibt der Sieg"

Stefan Raab soll's wohl richten: Christine Strobl strebt dieses Jahr nichts Geringeres als den dritten deutschen Sieg beim Eurovision Song Contest an. Zuerst muss aber noch eine neue Nicole bzw. eine neue Lena gefunden werden.


Wenn man Christine Strobl Glauben schenken darf, wird Nemos ESC-Trophäe dieses Jahr erstmals seit 15 Jahren wieder nach Deutschland gehen (Bild: Corinne Cumming / EBU)

  • 9. Januar 2025, 14:15h 2 Min.

ARD-Programmdirektorin Christine Strobl hat in einem Interview mit der Zeitschrift "Hörzu" hohe Erwartungen an die ESC-Kooperation mit RTL und Produzent Stefan Raab geknüpft. Auf die Frage, ob die Kooperation wieder auf Eis gelegt wird, wenn Deutschland nicht gewinnt, antwortete die 53-jährige Medienmanagerin: "Absolut. Unser Ziel ist und bleibt der Sieg. Wir denken nicht darüber nach, was passiert, wenn es nicht klappt."

Sie sei zuversichtlich, dass die Partnerschaft mit Raab und RTL funktionieren werde. "Nichts weniger als der Sieg rechtfertigt eine solche Zusammenarbeit", so Strobl weiter.

Strobl hatte Ende Oktober gemeinsam mit Stefan Raab und RTL-Programmchefin Inga Leschek die Zusammenarbeit vorgestellt (queer.de berichtete). In der Pressekonferenz hatte sie laut dem Branchendienst DWDL damals schon mit den Worten  "Unter Gewinnen läuft's nicht" bereits Druck aufgebaut.

Bilanz der letzten Jahre eher mau

Der Optimismus von Strobl scheint angesichts der Ergebnisse der letzten Jahre durchaus ambitioniert. So belegte Deutschland in sieben der letzten zehn Contests den letzten oder vorletzten Platz. Immerhin: Letztes Jahr lief es mit Isaaks "Always on the Run" schon wieder besser mit einem zwölften Platz (queer.de berichtete).


Christine Strobl (re.) stellte letztes Jahr gemeinsam mit RTL-Programmchefin Inga Leschek und Produzent Stefan Raab das ESC-Projekt 2025 vor (Bild: Raab Entertainment / RTL / ARD / NDR / Willi Weber)

Strobl verspricht sich offenbar auf einen Schub wie 2010: Damals hatte die ARD erstmals mit Raab und seinem damaligen Sender ProSieben zusammengearbeitet. Bei der achtteiligen ProSieben/ARD-Kooperation "Unser Star für Oslo" ging eine gewisse Lena Meyer-Landrut als Gewinnerin hervor – und sorgte danach in Oslo für den zweiten deutschen ESC-Sieg nach Nicole 28 Jahre zuvor. Die Kooperation sollte noch bis 2012 andauern, danach versuchte sich die ARD – relativ erfolglos – wieder alleine.

Dieses Jahr werden RTL und Das Erste einen vierteiligen Vorentscheid mit dem Titel "Chefsache ESC 2025 – Wer singt für Deutschland?" zwischen dem 14. Februar und dem 1. März ausstrahlen. Mehr als 3.000 Acts haben sich für die Teilnahme beworben (queer.de berichtete). Das ESC-Finale findet dann am 17. Mai in Basel statt. (dk)

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