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USA

Eine LGBTI-Hymne für Donald Trump

Die Band Village People wird nach eigenen Angaben bei Veranstaltungen rund um die Vereidigung des designierten US-Präsidenten Donald Trump am 20. Januar auftreten.


Die Village People im Jahr 1978 (Bild: Mario Casciano / wikipedia)
  • 14. Januar 2025, 06:18h 3 Min.

Wenige Tage vor der Amtseinführung des künftigen US-Präsidenten Donald Trump werden die Namen prominenter Gäste bekannt, die während der Feierlichkeiten in der US-Hauptstadt auftreten werden. Laut Medienberichten wird die bekannte Country-Sängerin Carrie Underwood während der Zeremonie am Kapitol singen.

Auch die einst legendäre Disco-Gruppe Village People hat angekündigt, unter anderem eine Veranstaltung am Vorabend der Amtseinführung musikalisch zu begleiten. Organisiert wird diese von der rechtskonservativen Organisation Turning Point Action, die Trump im Wahlkampf ausgiebig unterstützt hat.

Inoffizielle LGBTI-Hymne beim Trump-Wahlkampf

"Wir wissen, dass einige von Euch das nicht gerne hören werden, aber wir glauben, dass Musik ohne Bezug zu Politik gespielt werden sollte", erklärte Leadsänger Victor Willis bei Facebook. "Unser Song "Y.M.C.A". ist eine globale Hymne, die hoffentlich dazu beiträgt, das Land nach einem turbulenten und gespaltenen Wahlkampf (…) wieder zusammenzubringen."

TO VILLAGE PEOPLE FANS AND THE MEDIA. We are announcing today that VILLAGE PEOPLE have accepted an invitation from...

Posted by Victor Willis on Monday, January 13, 2025
Facebook / Victor Willis
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Die Village People, die heute nicht mehr in ihrer ursprünglichen Besetzung der 1970er Jahre auftreten, verbindet eine durchwachsene Beziehung mit Trump: Während seines Wahlkampfs nutzte der Republikaner ihren weltbekannten Disco-Hit "Y.M.C.A." und auch das Lied "Macho Man" (beide aus dem Jahr 1978) bei nahezu jeder Veranstaltung als Stimmungsmacher. Anfangs äußerte die Band ihren Unmut darüber, dass ihre Songs ohne Genehmigung und in einem politischen Kontext gespielt wurden. Später distanzierten sie sich jedoch von direkter Kritik.

"Y.M.C.A." wird oft als eine inoffizielle LGBTI-Hymne bezeichnet, auch wenn Leadsänger Willis dies in der Vergangenheit zurückgewiesen hat. Zuletzt kündigte er im Dezember sogar an, ab diesem Jahr juristisch gegen alle vorzugehen, die das Kultlied als "Schwulenhymne" bezeichnen (queer.de berichtete). Die republikanische Partei macht sich massiv gegen die Rechte von queeren Menschen stark.

Underwood singt "America the Beautiful"

Zuvor hatten US-Medien unter Berufung auf Trumps Team berichtet, dass Country-Sängerin Underwood ("Before He Cheats") bei der Amtseinführung mit dem Lied "America the Beautiful" auftreten werde. Die 41-Jährige, die 2005 die vierte Staffel der Castingshow "American Idol" (das US-Vorbild von "Deutschland sucht den Superstar") gewann, zählt heute zu den bekanntesten Country-Musikerinnen in den USA.

Bei Amtseinführung 2017 wenig Promi-Glanz

In der Vergangenheit hat sich Underwood nur selten zu politischen Themen geäußert und darauf verzichtet, politische Kandidat*innen öffentlich zu unterstützen. Bei Trumps erster Amtseinführung 2017 hielt sich das Staraufgebot in Grenzen. Die Nationalhymne etwa sang damals die Sängerin Jackie Evancho, die mit der Castingshow "America's Got Talent" bekannt wurde. Bei der Amtseinführung von US-Präsident Joe Biden 2021 gaben sich hingegen Promis die Klinke in die Hand – so traten etwa die Megastars Lady Gaga und Jennifer Lopez auf (queer.de berichtete).

Viele Stars unterstützten im Wahlkampf Demokraten

Mit Underwood hat sich Trump nun für seine Amtseinführung einen verhältnismäßig hochkarätigen Stargast gesichert. Der Republikaner hatte in der Vergangenheit Probleme, Unterstützung in der eher als liberal geltenden Show-Branche zu finden. Beim Parteitag der Republikaner in Milwaukee vorigen Sommer trat etwa Rock-Rapper Kid Rock auf. Seine demokratische Widersacherin Kamala Harris konnte sich im Wahlkampf hingegen über viel prominente Unterstützung freuen – so traten etwa Beyoncé oder Pink bei Veranstaltungen der Demokratin auf. Auch Superstar Taylor Swift unterstützte Harris, trat aber nicht für sie auf. (cw/dpa)

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