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Comiczeichner

Ralf König "kann auf Facebook nicht verzichten"

Nach den jüngsten Ankündigungen von Mark Zuckerberg stellt sich für viele Nutzer*innen die Frage, ob sie Facebook und Instagram noch weiter nutzen. Der schwule Comic-Zeichner Ralf König sieht sich in einem Dilemma.


Ralf König beim Cologne Comedy Festival 2021 (Bild: IMAGO / Horst Galuschka)
  • 15. Januar 2025, 08:00h 2 Min.

Comic-Zeichner Ralf König (64) würde Plattformen wie Facebook und Instagram am liebsten ignorieren, will aber aus beruflichen Gründen doch nicht darauf verzichten. "Als Privatperson hätte ich dort sicher keine Profile", sagte der mit Comics über die schwule Subkultur bekannt gewordene Zeichner ("Der bewegte Mann", "Konrad und Paul") der Deutschen Presse-Agentur in Köln. "Aber ich brauche Instagram und Facebook, um meine Leser über neue Veröffentlichungen oder Lesungen auf dem Laufenden zu halten und auch, um direkt Comics zu posten."

Das sei natürlich schon ein ethisches Problem, wenn man die Politik eines solchen Konzerns eigentlich nicht mittragen wolle. Abgesehen von Lesungen und Signierstunden seien die Plattformen für ihn aber die einzige Möglichkeit, mit seinen Leser*innen direkt in Kontakt zu treten. Und Verlage könnten sich effektive Werbung außer bei Bestsellerautoren kaum noch leisten.

Facebook erlaubt queerfeindliche Hassrede in den USA

Der Facebook-Konzern Meta hat kürzlich für seine Dienste in den USA einige Regeln gegen Hassrede aufgeweicht und das Ende von Faktenchecks angekündigt (queer.de berichtete). So könnten Homosexualität und Transsexualität künftig wieder mehr verunglimpft werden (queer.de berichtete). Meta-Chef Mark Zuckerberg begründete dies mit zu vielen Einschränkungen, die zu Zensur geführt hätten. Zu Meta gehören neben Facebook unter anderem auch die Foto- und Video-App Instagram sowie WhatsApp und der Kurznachrichtendienst Threads.

Laute Empörung: Nun wollen viele ihre Profile auf Facebook und Instagram löschen. Mal sehen, wie viele es auch wirklich...

Posted by Ralf König on Wednesday, January 8, 2025
Facebook / Ralf König
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König fällt es schwer, den Humor zu behalten

König sagte, er gehe davon aus, dass es sich Zuckerberg nicht mit dem künftigen Präsidenten Donald Trump verscherzen wolle. "Dass ein Großteil der Amerikaner diesen ganz offensichtlich irrlichternden, lügenden Trump ein zweites Mal ins Weiße Haus schickt, ist mir unbegreiflich", sagte König. "Diese Typen werden in den nächsten vier Jahren alles daran setzen, die Demokratie auszuhebeln, Ungerechtigkeiten zu zementieren, das Land mit Hetze und Lügen noch tiefer zu spalten. Es wird zunehmend schwer, den Humor zu behalten." (cw/dpa)

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