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Neuseeland
Erster geouteter All Black heiratet seinen Freund
Campbell Johnstone hatte sich vor rund zwei Jahren als erster Ex-Spieler der neuseeländischen Rugbymannschaft als schwul geoutet. Jetzt ist er unter der Haube.

Campbell Johnstone bei seinem Coming-out 2023 (Bild: Screenshot TVNZ)
- 17. Januar 2025, 12:27h 2 Min.
Der frühere neuseeländische Rugbyprofi Campbell Johnstone hat seinen Freund Ben Thomson bereits letzten Herbst geheiratet. Das verriet der 45-Jährige dem Frauenmagazin "Woman's Day", das auch exklusive Bilder der Hochzeit veröffentlichte.
Johnstone hatte seine Karriere 2014 beendet und sich im Januar 2023 als schwul geoutet (queer.de berichtete). Er war der erste ehemalige Spieler der neuseeländischen Nationalmannschaft, der sogenannten All Blacks, der diesen Schritt wagte. Dies führte sogar zu einer Reaktion aus der Regierung: Der damalige neuseeländische Sportminister Grant Robertson bezeichnete das Coming-out als "großen Augenblick" und dankte Johnstone dafür, dass er "den Weg für andere ebnet".
Ja-Wort ganz privat auf einem Hügel
Das Ja-Wort habe sich das Paar bereits im Oktober ganz privat auf einer Anhöhe in Oxford gegeben. Gefeiert hätten sie das aber erst letzten Monat mit 165 Verwandten Freund*innen, die sie aus aller Welt eingeladen hätten.
Die beiden hatten dabei zunächst nicht verraten, um was es bei der Feier geht: "Niemand wusste, was geplant war." Dann hätten sie ein Video der Heirat auf dem Berg gezeigt. "Wir haben es so aussehen lassen, als ob wir gerade vom Shooting gekommen sind", so Johnstone. "Ich glaube, manche Leute dachten, es sei live."
Danach hätten sie ausgelassen ihre Hochzeit mit Häppchen, Steak und unbegrenzten Cocktails zelebriert. Um 22:30 Uhr habe noch ein Hochzeits-Rave im Nachtclub angestanden. Als Flitterwochen sei eine Luxus-Safari nach Südafrika geplant.
Neuseeland gilt als eines der queerfreundlichsten Länder der Welt. So wurde dort 2013 die Ehe für alle geöffnet. 2022 beschloss das Parlament ein Verbot von Konversionstherapien. "Homo-Heiler*innen" drohen jetzt bis zu fünf Jahre Haft (queer.de berichtete). Bereits im Jahr zuvor war ein umfassendes Selbstbestimmungsgesetz für trans Menschen eingeführt worden (queer.de berichtete). (cw)















