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"Sie möchte Hass und Hetze verbreiten"
Tausende gehen in Hamburg gegen Weidel auf die Straße
Auf Einladung der dortigen AfD-Fraktion hat Alice Weidel Hamburg besucht. Für den Bürgermeister und Tausende Demonstranten ist die lesbische Kanzlerkandidatin nicht willkommen.

Bei ihrem Auftritt in Hamburg wollte Alice Weidel zeigen, dass sie ein Herz hat – viele waren nicht überzeugt (Bild: IMAGO / Andre Lenthe)
- 17. Januar 2025, 12:47h 2 Min.
In der Spitze bis zu 16.000 Menschen haben in Hamburg gegen einen Besuch von AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel demonstriert. Bis auf einige Versuche, die Absperrungen zum Rathaus zu durchbrechen, sei die Veranstaltung friedlich geblieben, sagte ein Polizeisprecher. Das Hamburger Bündnis gegen Rechts hatte zu der Demonstration unter dem Motto "Alle gemeinsam gegen die AfD und Alice Weidel" aufgerufen.
/ politicalbeautyGanz Hamburg gegen Alice Weidel. Nie wieder AfD! pic.twitter.com/HW2LHmt59I
Zentrum für Politische Schönheit (@politicalbeauty) January 16, 2025
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"Die Bundesvorsitzende und Kanzlerkandidatin der völkischen AfD möchte im Hamburger Rathaus Hass und Hetze verbreiten. Dem widersetzen wir uns energisch", hieß es in dem Aufruf. Zu der Auftaktkundgebung am Bahnhof kamen Junge und Alte, auch Kinder mit Familien. Zuvor hatten auch Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) und CDU-Landeschef Dennis Thering erklärt, dass Weidel in Hamburg nicht willkommen sei.
"Manchmal hat man auch im Rathaus ungebetene Gäste"
Tschentscher erinnerte an die in der Verfassung der Hansestadt festgeschriebene Vielfalt und Weltoffenheit. "Denn manchmal hat man auch im Rathaus ungebetene Gäste", schrieb er in einem Post auf X (vormals Twitter). "Aber unsere Demokratie ist stark und wehrhaft."
/ TschenPeHeute ist ein guter Tag, um an die Hamburgische Verfassung zu erinnern. Denn manchmal hat man auch im Rathaus ungebetene Gäste. Aber unsere Demokratie ist stark und wehrhaft. pic.twitter.com/apxxhiJgf7
Peter Tschentscher (@TschenPe) January 16, 2025
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Thering postete: "Ich schließe mich an, Alice Weidel ist in Hamburg nicht willkommen!"
/ DennisTheringEs ist traurig, dass in unserer schönen Freien und Hansestadt #Hamburg heute eine Anhängerin Russlands auftritt und ihren Hass verbreitet. Dass die AfD-Fraktion diesen Wahlkampfauftritt im Rathaus ermöglicht, ist beschämend. Wer Hass und Hetze säht, braucht sich über den pic.twitter.com/Y2dtRyqVud
Dennis Thering (@DennisThering) January 16, 2025
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Weidel sprach am Abend bei einer Veranstaltung der AfD-Bürgerschaftsfraktion vor rund 1.000 Gästen im Großen Festsaal des Rathauses. Die Polizei sicherte den Bannkreis um den Sitz der Bürgerschaft. Im Einsatz waren den Angaben zufolge rund 1.500 Beamt*innen. Obwohl die Proteste vor dem Rathaus weitgehend friedlich verliefen, sprach die AfD-Chefin dem NDR zufolge von "Schlägerbanden", die vom Hamburger Bürgermeister "protegiert" würden.
Weidel: Proteste erinnern sie an "dunkelste NS-Zeiten"
Weidel äußerte sich auch zu den Protesten gegen den AfD-Bundesparteitag im sächsischen Riesa. Diese erinnerten sie an dunkelste NS-Zeiten und an die "SA, die auch auf Andersdenkende eingeschlagen hat", sagte Weidel. In ihrer Rede im Rathaus erklärte sie, die AfD werde dafür sorgen, "dass Deutschland wieder großartig wird – reich und sicher".
Im Bundestagswahlkampf setzt die AfD dieses Mal noch mehr auf Queerfeindlichkeit: So heißt es im Wahlprogramm, dass eine Familie grundsätzlich nur aus "Vater, Mutter und Kindern" bestehe (queer.de berichtete). Dies steht im Widerspruch zu Weidels eigener Familie, die mit einer Frau in der Schweiz zwei Kinder großzieht (queer.de berichtete). (dpa/dk)















