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Auf diese queeren Serien freuen wir uns in diesem Jahr
Von "Clean Slate" über "Hal & Harper", "Too Much" oder "Families Like Ours" bis zu "The White Lotus" – der Ausblick auf das queere Serienjahr 2025 ist äußerst vielversprechend.

In "Clean Slate" steht trans Schauspielerin Laverne Cox erstmals im Zentrum einer eigenen Serie (Bild: Prime Video)
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17. Januar 2025, 23:40h 5 Min.
Das Serien-Jahr 2025 ist bereits im vollen Gange, und bereits jetzt gibt es – von "Ich vermisse dich" bis zu den neuen Staffeln von "Vigil" oder "The Rig" – auch wieder allerlei queere Figuren zu sehen. Doch das Jahr hat diesbezüglich noch deutlich mehr zu bieten, wie unsere kleine Vorschau auf die nächsten Monate zeigt. Dass dabei das Revival von "Noah's Arc" hier nicht auftaucht, hat übrigens nichts damit zu tun, dass die inzwischen 20 Jahre alte schwule Kultserie damals in Deutschland kaum zu sehen war. Sondern damit, dass das Wiedersehen mit Noah, Wade und Co. in Spielfilm- statt in Serien-Form stattfinden wird.
The White Lotus – Staffel 3
Über den Inhalt der dritten Staffel von "The White Lotus" (ab 17.2. bei Sky) ist jenseits des Settings in Thailand noch nicht viel bekannt. Doch gemessen an den ersten beiden und vor allem natürlich dem bisexuellen Schöpfer und Showrunner Mike White gehen wir fest davon aus, dass auch die neuen Folgen wieder eine gute Portion Queerness enthalten werden. Womit sich die Serie dann einreiht in eine lange Liste von Serien mit LGBTI-Personal, die 2025 auf unsere Bildschirme zurückkehren, von "Severance" (seit 17.1. bei AppleTV+) und "Yellowjackets" (ab 14.2. bei Paramount+) über "The Last of Us", "And Just Like That", "Hacks" oder "Stranger Things" bis hin zu "The Handmaid's Tale", "You" und "Andor".
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Clean Slate
Dass Laverne Cox, die mit "Orange is the New Black" zu einer der berühmtesten trans Schauspielerinnen der Welt (und als erste für einen Emmy nominiert) wurde und danach vor allem in Serien-Nebenrollen wie "Doubt" oder "Inventing Anna" zu sehen war, endlich mal im Zentrum einer eigenen Serie steht, ist überfällig. In der Comedy-Serie "Clean Slate" (demnächst bei Prime Video) spielt sie nun eine trans Frau, die nach 17 Jahren (und einer Transition) in ihre Kleinstadt-Heimat zurückkehrt und ihren Vater, einen von George Wallace verkörperten Autowaschanlagen-Besitzer, überrascht.
Families Like Ours – Nur mit Euch
Neue Werke des dänischen Ausnahmeregisseurs Thomas Vinterberg sind immer ein Ereignis. Seine erste Serie "Families Like Ours – Nur mit Euch" (ab 21.2. in der ARD samt Mediathek) stellt da keine Ausnahme dar. Seine Prämisse ist ein spannendes, von vielen komplexen Fragen durchzogenes Near Future-Szenario, in dem Dänemarks Bevölkerung durch einen zusehends steigenden Meeresspiegel nach und nach zu Geflüchteten wird. Darunter auch ein schwules Paar, gespielt von Esben Smed und Magnus Millang.
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Hal & Harper
Beim Sundance-Filmfestival feiert Ende Januar die Serie "Hal & Harper" Weltpremiere, ein neues Werk von Indie-Filmemacher Cooper Raiff ("Cha Cha Real Smooth"). Es geht in der schrägen Komödie um einen alleinerziehenden Vater (Mark Ruffalo) und seine beiden Kinder, die in seiner Erziehung viel zu schnell erwachsen werden und deswegen von Raiff und Lili Reinhart gespielt werden. Letztere, selbst bisexuell, hat dabei schon bekannt gegeben, dass ihre Figur in der Serie lesbisch sein wird.
A Knight of the Seven Kingdoms
Braucht es noch eine weitere Prequel-Serie zu "Game of Thrones"? Diese Frage lassen wir hier mal unbeantwortet, aber dieser neue, von George R.R. Martin mitverantwortete Sechsteiler ist in jedem Fall abgedreht und wird noch 2025 ausgestrahlt. Und weil die Vorlage, die von den Abenteuern von Ser Duncan dem Großen und Aegon V. Targaryen handelt, mit Daemon II Blackfyre mindestens eine von Martin bestätigte queere Figur beinhaltet, sind wir hoffnungsvoll, dass die Serie diesbezüglich vielleicht noch eine Schippe drauflegt.
Too Much
Acht Jahre ist es bald her, dass die vielfach geliebte und ebenso verhasste, aber definitiv einflussreiche Serie "Girls" zu Ende ging. Jetzt meldet sich Lena Dunham mit einer neuen Serie zurück, doch statt ihr selbst spielt in "Too Much" die bisexuelle und aus "Hacks" bekannte Megan Stalter die Hauptrolle. Ebenfalls zum Ensemble der Geschichte einer New Yorkerin, die nach einer hässlichen Trennung in London einen Neuanfang wagt, gehören unter anderem Will Sharpe ("The White Lotus"), Richard E. Grant sowie queere Schauspieler*innen wie Stephen Fry, Andrew Rannells oder Leo Reich.
Running Point
Wie queer kann eine Comedyserie über eine Profi-Basketball-Mannschaft sein? Die Frage ist allemal berechtigt und lässt sich vorab nur schwer beantworten. Dass Kate Hudson die Hauptrolle einer jungen Frau spielt, die unverhofft zur Präsidentin eines NBA-Teams wird, weckt allemal Vorfreude. Außerdem spielt Drew Tarver, schwuler Star der famosen Comedy-Serie "The Other Two", einen ihrer Brüder, und auch Chris Evans schwuler Bruder und "Barbie"-Darsteller Scott Evans ist mit von der Partie. Außerdem zeichnen für die Geschichte Elaine Ko, Mindy Kaling, Ike Barinholtz und David Stassen verantwortlich, die als Autor*innen auch schon an Serien wie "Modern Family", "The Mindy Project" oder "Never Have I Ever" beteiligt waren.

Ein erstes Standbild aus "Running Point" (Bild: Netflix)
The Residence
Serien, hinter denen Shonda Rhimes und ihre Firma Shondaland stecken, bieten verlässlich immer auch einen gewissen Anteil LGBTI-Repräsentation. Nach endlosen Jahren "Grey's Anatomy" und diversen "Bridgerton"-Geschichten stellt da nun "The Residence" keine Ausnahme dar. Die Netflix-Serie spielt im Weißen Haus, wo die exzentrische Detektivin und Polizei-Beraterin Cordelia Cupp (Uzo Aduba) einen Mord aufklären muss, der während eines Staatsdinners mit 157 Anwesenden begangen wurde. Die eher kleine Rolle des US-Präsidenten spielt der bisexuelle Schauspieler Paul Fitzgerald, seinen Ehemann der schwule "NCIS: Los Angeles"- und Broadway-Darsteller Barrett Foa.
Untitled Rachel Sennott Project
Viel ist noch nicht bekannt über diese neue Comedy-Serie aus dem Hause HBO, auch wenn ein erster Teaser darauf hindeutet, dass sie tatsächlich "Untitled Rachel Sennott Project" heißen wird. Mit Filmen wie "Shiva Baby", "Bodies Bodies Bodies" oder "Bottoms" hat sich die Titel gebende Schauspielerin jedenfalls schon als Expertin für höchst komische, coole, schräge und nicht selten auch queere Geschichten etabliert. Dass diese hier ähnlich ausfallen dürfte, scheint ausgemachte Sache, schließlich ist auch ihr guter Freund Jordan Firstman (aktuell zu sehen in "English Teacher") mit dabei.
Emergency
Ob "Emergency" tatsächlich noch 2025 zu sehen sein wird, bleibt abzuwarten. Noch haben die Dreharbeiten nicht begonnen, erst im Oktober wurde das Projekt bei der TV-Messe MIPCOM vorgestellt. Vielversprechend klingt der auf historischen Ereignissen basierende Thriller allemal. Denn Luke Evans, der auch als Executive Producer beteiligt sein wird, spielt in dieser Geschichte über einen Guerilla-Krieg im damals noch von den Briten protektorierten Malaya den ungeouteten und durchaus umstrittenen Brigadier "Mad" Mike Calvert.
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