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Polizeibericht
Hamburg: Trans Person attackiert – Polizei sucht Zeug*innen
- 23. Januar 2025, 12:39h 2 Min.

Die Polizei Hamburg bittet die Öffentlichkeit um Mithilfe bei der Aufklärung der transfeindlichen Straftat (Bild: Henning Schlottmann / wikipedia)
Eine 29-jährige trans Person ist nach Angaben der Polizei am Mittwochabend in der Nähe des Bürgerhauses in Hamburg-Wilhelmsburg von Unbekannten transfeindlich beleidigt und attackiert worden. Demnach sei die betroffene Person auf eine Rangelei unter offensichtlich Jugendlichen aufmerksam geworden. Als sie sichergehen wollte, dass es sich lediglich um einen Spaß handele, beleidigten die mutmaßlich Minderjährigen sie transphob, bedrohten sie und griffen sie mit Ästen an. Verletzt wurde die 29-jährige trans Person dabei nicht.
Ein Zeuge kam der angegriffenen Person zur Hilfe, woraufhin sich die geschätzt 13 bis 15 Jahre alten und dunkel gekleideten männlichen Angreifer in unbekannte Richtung entfernten. Die Polizei beschreibt die mutmaßlichen Täter so: Einer von ihnen soll 1,60 bis 1,70 Meter groß sein, hatte einen Oberlippen- und Kinnflaum und war auffallend schlaksig. Die anderen beiden sollen etwas größer sein. Weitere Angaben machte die Polizei nicht. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Das ist in Fällen von vermuteter Hasskriminalität üblich.
Die Polizei sucht nach dem Vorfall nach Zeug*innen. Beobachtungen zu der Tat und/oder Hinweise zu den Tätern nehmen das Hinweistelefon der Polizei Hamburg unter (040) 4286-56789 oder auch jede Polizeidienststelle entgegen. Insbesondere werde der Zeuge, der der angegriffenen Person geholfen hatte, gebeten, sich bei der Polizei zu melden.
Die Hamburger Polizei hatte erst im Dezember eine Kampagne gegen Queerfeindlichkeit gestartet (queer.de berichtete). Unter dem Motto "Wir l(i)eben bunt" wird in der Öffentlichkeit etwa auf Plakaten und Litfaßsäulen dafür geworben, Hasskriminalität gegen queere Menschen an die Polizei zu melden. Anlass sei, dass über 90 Prozent der queerfeindlichen Straftaten in der Hansestadt nie zur Anzeige gebracht werden würden. (pm/cw)













