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Roman

Queer und vom eigenen Vater in den Iran entführt

Im bewegenden Debütroman "Kein Licht wie die Sonne" von Khashayar Khabushani geht es um Identität, Migration und queere Selbstfindung.


Biografische Einflüsse von Autor Khashayar Khabushani spiegeln sich in "Kein Licht wie die Sonne" wider (Bild: Guy Philip)
  • 25. Januar 2025, 10:07h 3 Min.

K., der jüngste von drei Brüdern, wächst im San Fernando Valley auf, einer Gegend, die für ihre Gegensätze bekannt ist. Inmitten des pulsierenden Lebens dort wünscht er sich nichts sehnlicher, als ein ganz normaler amerikanischer Junge zu sein. Doch schon sein Name – der eines persischen Königs – ist eine ständige Erinnerung an die Herkunft seiner Eltern, die ihre Heimat verlassen haben, um in den USA ein neues Leben aufzubauen. K. fühlt sich hin- und hergerissen zwischen den Erwartungen seiner Familie und den Anforderungen seiner Umgebung.

Als er beginnt, für seinen besten Freund Johnny tiefere Gefühle zu entwickeln, wird ihm klar, dass er nicht nur mit den äußeren Konflikten kämpft, sondern auch mit sich selbst. Seine queeren Gefühle stellen die ohnehin fragile Dynamik seines Lebens infrage und verstärken die Unsicherheiten, die er schon lange in sich trägt.

Doch K.'s Zuhause bietet keinen sicheren Hafen. Die Familie lebt in prekären finanziellen Verhältnissen, und der Vater, der von Spielsucht und Gewalt gezeichnet ist, verschärft die ohnehin schwierige Situation.

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Entführung in den Iran


"Kein Licht wie die Sonne" ist als gebundene Ausgabe und E-Book erschienen

Eines Nachts überschreiten die Ereignisse einen Punkt, der nicht mehr rückgängig zu machen ist: Der Vater entführt K. und seine Brüder und bringt sie in den Iran. Für die Kinder, die zwischen zwei Kulturen aufwachsen, wird dieser unfreiwillige Aufenthalt zu einer traumatischen Erfahrung. Monate später kehren sie ohne ihren Vater, aber tief verstört, in die USA zurück. Dort stehen sie vor der schwierigen Aufgabe, mit dem Erlebten umzugehen und ihren Platz in der Welt zu finden. Gleichzeitig kämpfen sie darum, ihre Verbindung zueinander nicht zu verlieren.

"Kein Licht wie die Sonne" ist jetzt in deutscher Übersetzung von Frank Sievers als 272 Seiten starke, gebundene Ausgabe für 24 Euro sowie als E-Book für 18,99 Euro (Amazon-Affiliate-Link ) in der Münchner dtv Verlagsgesellschaft erschienen. Eine Leseprobe gibt es auf der Verlagsseite.

Der Autor Khashayar Khabushani wurde 1992 in Van Nuys, Los Angeles geboren, verbrachte jedoch Teile seiner Kindheit im Iran. Diese biografischen Einflüsse spiegeln sich in seinem Debütroman "Kein Licht wie die Sonne" wider. Das Werk erkundet auf berührende Weise Themen wie Identität, Migration und queere Selbstfindung und zeichnet das einfühlsame Porträt eines Lebens zwischen zwei Welten. (dd/pm)

Infos zum Buch

Khashayar Khabushani: Kein Licht wie die Sonne. Roman. Originaltitel: I Will Greet the Sun Again. Aus dem Englischen von Frank Sievers. 272 Seiten. dtv Verlagsgesellschaft. München 2025. Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag: 24 € (ISBN 978-3-423-28421-9). E-Book: 18,99 €

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