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Nachruf
Er wurde nur 37 Jahre alt: Trauer um Marcel Mann
Zehn Tage vor seinem 38. Geburtstag und kurz vor dem Start seiner Livetournee "Die ungeschälte Wahrheit" hat sich der schwule Comedian, Schauspieler und Synchronsprecher Marcel Mann das Leben genommen.

Marcel Mann wuchs in der baden-württembergischen Provinz auf und lebte seit 2007 in Berlin (Bild: Sebastian30691 / wikipedia)
- 25. Januar 2025, 15:25h 3 Min.
Der schwule Comedian und Synchronsprecher Marcel Mann ist tot. Dies teilten Angehörige und Freund*innen des 37-Jährigen auf Instagram und auf seiner Webseite mit. "Wir sind sprachlos und unendlich traurig, aber auch dankbar für jede Sekunde, die wir mit diesem wundervollen Menschen verbringen durften", heißt es in der Erklärung. Am 31. Januar 2025 hätte der Entertainer seinen 38. Geburtstag gefeiert.
Mann war bekannt durch eine Rolle in der Sitcom "Gutes Wedding Schlechtes Wedding", Auftritte auf Comedy Central, im "Quatsch Comedy Club" und bei anderen Comedy-Formaten. Er tourte auch mit Soloprogrammen. Anfang Februar sollte Manns Livetournee "Die ungeschälte Wahrheit" durch mehrere deutsche Städte beginnen. Auch als deutsche Synchronstimme von Ross Lynch, Dylan Sprayberry und Alex Newell bleibt er in Erinnerung.
"Marcel war ein großartiger Mensch und Künstler, dessen Kreativität, Humor und seine einzigartige, liebenswerte Art unsere Agentur stets bereichert und uns persönlich begeistert hat", teilte sein Management mit. Seine Angehörigen verbanden ihre Nachricht mit einer Triggerwarnung und dem Hinweis auf Hilfsangebote. Mann habe am Dienstag Suizid begangen.
Sexuelle Orientierung auch auf der Bühne zum Thema gemacht
Aus seinem Schwulsein machte Marcel Mann kein Geheimnis und thematisierte es auch in seinen Programmen. "Also ich persönlich hatte nie ein Coming-out", heißt es etwa in einem Ausschnitt, der er im Juni 2024 auf Instagram postete. "Aber ich finde, jeder Mensch hat das Recht, durch sein Coming-out den Heiligabend auch für die Oma etwas spannender zu gestalten."
Ernster gab er sich 2020 im Interview mit "Deutschlandfunk Nova". "Ich hatte immer das Bedürfnis mich zu schützen, deshalb habe ich es nicht an die große Glocke gehängt", sagte Mann über den Umgang mit seiner Homosexualität. "Es ist immer ein Risikofaktor sich zu outen. Es kann einem ganz viel geben, aber auch nehmen."
Zuletzt hatte Mann um seine Hündin "Pübbi" getrauert, die ihm in Berlin entlaufen war. Zwei Wochen lang hatte der Comedian verzweifelt mit Hilfe seiner Fan-Gemeinde nach dem Pudel gesucht, bevor er ihn an einem Baum tot aufgefunden worden war. (cw/dpa)
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Für trans Personen gibt es in Deutschland ein großes Netzwerk aus Treff-, Unterstützungs- und Beratungsangeboten. So bietet etwa die Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität mehrere Beratungsstellen. Weitere lokale Angebote lassen sich oft über Suchmaschinen finden.












