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Wahlkampf
Weidel begründet Kampf gegen muslimische Zuwanderung mit ihrer Homosexualität
Ihren eigenen Rassismus rechtfertigt Alice Weidel auf einer Wahlkampfveranstaltung mit ihrer sexuellen Orientierung.

Alice Weidel ist dieses Jahr AfD-Kanzlerkandidatin (Bild: IMAGO / dieBildmanufaktur)
- 27. Januar 2025, 14:12h 2 Min.
AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel hat ihre aggressive Haltung gegenüber Einwanderung nach Deutschland mit ihrer sexuellen Orientierung begründet. Bei einer AfD-Veranstaltung in Halle flimmerten laut "Welt" (Bezahlartikel) zunächst Bilder von einer Demo gegen Israel mit Teilnehmenden mit Palästinenser-Tüchern über die Bildschirme, dann erklärte Weidel im Video: "Diese Menschen kommen aus einem Kulturkreis, wo Homosexuelle umgebracht werden."
Die 45-Jährige trat dann selbst auf und sagte, dass diese Menschen "auf die Bevölkerung hier losgelassen" werden würden. "Das ist auch der Grund, warum ich als eine Frau, die mit einer anderen Frau zusammen ist, Kinder großzieht, genau dagegen Politik mache", so Weidel. Das Publikum reagierte darauf mit Jubel. Bereits in den letzten Jahren hatte die AfD wiederholt um queere Stimmen geworben, indem sie muslimische Menschen als pauschale Gefahr für Homosexuelle darstellte (queer.de berichtete).
Elon Musk lobt tausende Jahre deutscher Kultur
Bei der Veranstaltung wurde auch Tech-Milliardär Elon Musk zugeschaltet, der erneut seine Unterstützung für die AfD verkündete. Der aktuellen Bundesregierung sei dagegen offensichtlich nicht an "der Gesundheit und dem Wohlergehen des deutschen Volkes" gelegen, behauptete der 53-Jährige. Gleichzeitig lobte er die "deutsche Kultur", die "tausende Jahre zurück" gehe und schon den römischen Kaiser Gaius Julius Cäsar "beeindruckt" habe. Ferner beklagte Musk, dass es "zu viel Fokus auf vergangener Schuld" in Deutschland gebe. Man müsse das hinter sich lassen.
Weidel war vor zwei Wochen von der AfD zur Kanzlerkandidatin gewählt worden (queer.de berichtete). Damit ist sie die erste offen lesbische Kanzlerkandidatin in der deutschen Geschichte, die allerdings einer queerfeindlichen Partei vorsteht. Die Liste der AfD-Attacken gegen die Rechte queerer Menschen ist lang: 2019 stellte sie im Bundestag etwa den Antrag, das Ehe-Verbot für gleichgeschlechtliche Paare wieder einzuführen – alle anderen Fraktionen stimmten dagegen (queer.de berichtete). Geschlechtlichen Minderheiten wird von der Partei gar die Existenz abgesprochen. Im Bundestagswahlkampf stellte die AfD kürzlich zudem klar, dass Familien nur aus Vater, Mutter und Kindern bestehen könnten (queer.de berichtete).
Dagegen lebt Weidel mit ihrer Partnerin Sarah Bossard und zwei Kindern in einer Regenbogenfamilie – aber nicht in Deutschland, sondern laut Medienberichten als "Wahlschweizerin" ("Blick") in Einsiedeln im Kanton Schwyz. (cw)














