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USA

Trump streicht Mittel für Geschlechts­anpassungen bei Minderjährigen und jungen Erwachsenen

Der amerikanische Herrscher ordnet an, Bundesgelder für geschlechtsangleichende Eingriffe bei jungen Menschen zu streichen. Doch wie bei so vielen seiner Erlasse dürfte sich auch hier juristischer Widerstand formieren.


Anti-Trump-Protestaktion in Boston (Bild: IMAGO / Newscom World)

US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag ein Dekret unterzeichnet, das Bundesmittel für geschlechtsangleichende Behandlungen bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ins Visier nimmt. Es sei künftig die "Politik der Vereinigten Staaten", solche Eingriffe nicht mehr zu unterstützen, zu finanzieren oder zu fördern, heißt es in dem Text. Entsprechende Behandlungen werden darin als "chemische und chirurgische Verstümmelung" beschrieben.

Staatliche Versicherungsprogramme sollen nach Willen der Trump-Regierung geschlechtsanpassende Behandlungen für Personen unter 19 Jahren künftig ausschließen. Auch Krankenhäuser und Universitäten, die Bundesmittel erhalten, müssten solche Eingriffe einstellen. Das Justizministerium wurde beauftragt, Maßnahmen zur Umsetzung des Dekrets einzuleiten.

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Widerstand angekündigt

Es ist davon auszugehen, dass es juristisch angefochten wird. Die queere Organisation Lambda Legal, die derartige Klagen finanziert, hat bereits Widerstand angekündigt. "Trans Jugendliche verdienen es, die medizinische Versorgung zu erhalten, die sie brauchen. Wir werden dieses grausame Verbot NICHT einfach so hinnehmen". Die Human Rights Campaign, die größte LGBTI-Organisation des Landes, bezeichnete den Trump-Erlass als "verstörenden Versuch, die Bundesregierung zwischen Familien und ihre Ärzte zu stellen".

NEW: Everyone deserves the freedom to make deeply personal health care decisions for themselves and their families — no...

Posted by Human Rights Campaign on Tuesday, January 28, 2025
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Anerkannte Leitlinien als "Pseudo-Wissenschaft" bezeichnet

Gesschlechtsanpassende Behandlungen bei Minderjährigen sind in den USA extrem selten und unterliegen bereits jetzt strengen medizinischen und rechtlichen Auflagen. Ohne die Zustimmung der Eltern ist ein Zugang in den meisten Fällen nicht möglich. Die medizinischen Leitlinien der World Professional Association for Transgender Health (WPATH) – einer international anerkannten Fachorganisation aus Ärzt*innen, Psycholog*innen und Forschenden – wurden in dem Dekret als "junk science" (sinngemäß: "Pseudo-Wissenschaft") abgewertet. Bundesbehörden wurden angewiesen, sich davon zu distanzieren.

Bereits zuvor hatte Trump mehrere Dekrete unterzeichnet, die die Rechte von trans Menschen einschränken. So könnte ein Erlass faktisch zum Ausschluss von trans Personen aus den Streitkräften führen (queer.de berichtete). Zudem wurde festgelegt, dass die Politik der Vereinigten Staaten künftig davon ausgeht, dass es nur zwei Geschlechter gibt – "männlich und weiblich" (queer.de berichtete). Offizielle Dokumente wie Pässe und Visa sollen daher wieder das "korrekte biologische Geschlecht" ausweisen. (dpa/dk)

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