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Tag 7 im australischen Busch
Dschungelcamp: Sam Dylan brilliert am Ekel-Uhrzeiger
Während der Dschungelprüfung harmonierten Sam Dylan und Edith Stehfest wider Erwarten. Dafür flogen davor und umgehend danach wieder die Fetzen.

Das sieht man selten: Sam Dylan und Edith Stehfest zoffen sich nicht
- 31. Januar 2025, 08:49h 5 Min.
Die Dschungelprüfung "Keine Uhrsache" hatte an Tag sieben der RTL-Realityshow "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" (auch RTL+) das Potenzial zur Vollkatastrophe. Schließlich traten Sam Dylan (33) und Edith Stehfest (30) gemeinsam an und hatten sich schon auf dem Weg zur Prüfung in die Haare gekriegt – Debatten über Krieg und Religion inklusive. Doch siehe da: Sam am Ekel-Zeiger einer großen Uhr hängend und Edith im Fleischabfall-Bett stellten sich plötzlich als Traumduo heraus.
Sam wiederum wurde für das Spiel im Zeiger dieser großen Uhr festgeschnallt und der Zeiger drehte sich. "Natürlich bekommt ihr beide jede Menge Gesellschaft von Tierchen", erklärte Moderatorin Sonja Zietlow den beiden Prüflingen ihre Aufgabe. Ediths Bettgefährten waren Fleischabfälle, Mehlwürmer, grüne Ameisen und Kakerlaken, während Sam seinen Zeiger "nur" mit Kakerlaken, grünen Ameisen und Mehlwürmern teilte. Mehrere Frage musste Sam beantworten, was für ihn meist kein Problem darstellte. So sollte er zwei deutsche ESC-Teilnehmer*innen nennen. "Mein Gott, das ist ja einfach: Lena und Nicole!", antwortete er.
Am Ende konnte er zehn von zwölf gestellten Fragen richtig beantworten und somit auch zehn Sterne einfahren. Zur Erinnerung: Die ersten Tage musste Sam alleine in die Prüfung – und holte jeweils null Sterne, ein neuer Negativrekord (queer.de berichtete).
Kurz nachdem Sam vom Zeiger geschnallt wurde, ging ihm seine Gefährtin beim Weg zurück ins Camp jedoch schon wieder auf selbigen. Denn Edith vermutete, dass Sam nur so gut performen konnte, weil sie für das nötige "genervte Adrenalin" bei ihm gesorgt hatte. So schnell wurde wohl noch nie ein Siegerlächeln aus einem Gesicht gewischt. Der beleidigte Sam war sich sogar sicher, dass er auch allein zehn Sterne eingefahren hätte. Für die nächste Essenslieferung schwante ihm bereits Böses: "Sie wird das Fleisch an sich reißen, das ich erspielt habe."
Apropos erspielen: Selbstverständlich wurde Sam vom Publikum am Ende der Show wieder in die kommende Dschungelprüfung gewählt. Schon ab Freitag werden die Zuschauer*innen dann eine größere Entscheidung treffen dürfen – ab dann beginnen die Dschungel-Exits.
Stress vor der Prüfung
Bereits vor dieser Prüfung führte Edith wieder ein strenges Regiment am australischen Kochtopf. Doch es gab auch rührende bis triumphale Momente: Alessia Herren (23) berichtete Maurice Dziwak (26) von einer geradezu transzendenten Verbindung ihres verstorbenen Vaters mit ihrer kleinen Tochter. Und Sam Dylan mauserte sich zum überraschend erfolgreichen, wenngleich gewohnt krakeelenden Sterne-Sammler. Trotz oder gerade wegen "genervtem Adrenalin".
Die Freude über die Essenslieferung vom Vortag verflog zumindest bei einigen der zwölf Dschungelcamper ebenso schnell, wie sie aufgekommen war. Maurice monierte die Möhrchen und Edith wurde erneut beim Thema Fleischzubereitung zur Furie. "Du tust immer so, als hätten alle anderen null Ahnung", ärgerte sich Nina Bott (47), nachdem Edith wieder dankend das Koch-Kommando übernommen hatte.
Statt sich auf diese Kritik einzulassen, konzentrierte sich die Ehefrau von Eric Stehfest aber lieber auf die "Aromenstufen". Auch die Zurufe "das Fleisch brennt" und "das muss noch" nahm sie mit stoischer Miene zur Kenntnis. Zumindest von Alessia Herren bekam Edith für ihr Dschungelmenü aber das Prädikat "unnormal lecker, bei Gott so".
Jörg Dahlmann bereut nichts
Jörg Dahlmann (66), der am Vortag durch eine homophobe Äußerung aufgefallen war, schaufelte sich derweil weiterhin fleißig sein eigenes "Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!"-Grab – mit wilden Anschuldigungen wie "Wegen Sophia Thomalla bin ich bei Sky rausgeflogen".
Ärger auch um Jörg Dahlmann (66). Schon am Tag zuvor war der ehemalige Sportreporter nicht nur ins Fettnäpfchen getreten, sondern regelrecht mit dem Kopf voraus hineingehechtet. "Ich rede mit dir drei Tage nicht mehr, nachdem du gesagt hast, ich bin schwul. Ich bin zu 100 Prozent heterosexuell", hatte er sich gegenüber Anna-Carina Woitschak (32) echauffiert. Seine anschließenden Versuche, das Gesagte ins rechte Licht zu rücken, verschlimmbesserten seine Lage nur – "Herzlich willkommen 1950!", kommentierte Pierre Sanoussi-Bliss (62).
In der aktuellen Folge schilderte Jörg hingegen, was zu seiner Kündigung als Fußball-Kommentator geführt haben soll. Einen anzüglichen Spruch über Sophia Thomalla (35) nebst dazugehöriger Sexismus-Debatte hatte ihm sein Sender noch verziehen. Und auch Thomalla habe sich bei ihm "gemeldet und gesagt: 'Ich habe mich kaputt gelacht über den Spruch'".
Als er wenig später dann einen japanischen Spieler dem "Land der Sushis" zuwies, hatte er jedoch seinen letzten Kredit verspielt: "Am nächsten Morgen rufen die mich an, sagen, ich sei gefeuert." Es klinge "sturköpfig, aber beide Sprüche bereue ich nicht!", stellte er daraufhin klar und sah sich stattdessen als Opfer einer Hexenjagd. Sophia, Sushi, schwul… den Buchstaben "S" wie "Skandal" scheint er durchspielen zu wollen.
Ein emotionaler und ein krasser Moment
Bei all den vermeintlich aufgebauschten Lagerkoller-Dramen könnte man zuweilen glatt vergessen, dass es vor allem für Dschungelcamp-Küken Alessia in der Tat eine sehr emotionale Zeit ist. Beim Plausch mit Maurice am Lagerfeuer kamen die beiden auf ihren 2021 verstorbenen Vater Willi Herren zu sprechen, der vor über 20 Jahren noch selbst im australischen Dschungel gesessen hatte.
Noch immer könne sie nicht glauben, wie urplötzlich ihr Vater verstarb. "Ich habe noch montags mit ihm geschrieben und dann kriege ich die Nachricht. Ich kam gar nicht damit klar. Als es noch frisch war, bin ich nachts aufgestanden, ich habe einfach nach ihm geschrien. Das war richtig krank." In der Geburt ihrer Tochter im Jahr 2023 wähnte Alessia so etwas wie ein Zeichen aus dem Jenseits: "Mein Vater ist am 20. April 2021 verstorben. Am 16. April habe ich ihn das letzte Mal umarmt, als er noch lebte. Zwei Jahre später mit 21 Jahren bin ich Mama geworden am 16. April." Maurice pflichtete ihr umgehend bei: "Dein Vater hat dir die kleine Maus geschenkt."
Pierre: Erster Sex mit 13
Eine unfassbare Gemeinsamkeit stellten später Timur Ülker (35) und Pierre fest. Beim Thema "Erster Sex" enthüllte Timur, sein erstes Mal habe er mit einer Lehrerin gehabt. Er sie damals um die 14 gewesen, die Frau über 30. Als Pierre von dieser Geschichte hörte, platzte es auch aus ihm heraus: "Mein erstes Mal war mit 13, mit einem Freund der Familie." Auch der sei über 30 gewesen. Vor allem Lilly Becker (48) traute in beiden Fällen kaum ihren Ohren und sprach aus, was alle dachten: "Das geht gar nicht!" (spot/cw)
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