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  • 1. Februar 2025, 04:12h 1 Min.

Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homo­sexuellen wurde 2008 eingeweiht (Bild: Agentakt / wikipedia)

Am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homo­sexuellen in Berlin hat ein 36-Jähriger am Donnerstagabend auf mehrere niedergelegte Kränze eingetreten. Das teilte die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas am Freitag mit.

Laut Polizeibericht bemerken zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes und ein 75-jähriger Passant gegen 20:45 Uhr in der Ebertstraße Ecke Hannah-Arendt-Straße einen 36-jährigen Mann, der am Mahnmal mehrere anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz abgelegte Kränze zerpflückte und auf dem Gehweg und der Fahrbahn verstreute.

Als die drei Männer und ein weiterer Passant, 45 Jahre alt, versuchten, den 36-Jährigen aufzuhalten, griff er diese körperlich an, beleidigte und bespuckte sie. Der 45-Jährige erlitt Hautabschürfungen, benötigte jedoch keine ärztliche Behandlung. Die anderen Beteiligten blieben unverletzt. Außerdem soll der Tatverdächtige auf mehrere an der Ampel wartende Fahrzeuge eingeschlagen haben. Ob die Fahrzeuge beschädigt wurden, ist bislang nicht bekannt.

Alarmierte Einsatzkräfte der Polizei nahmen den Tatverdächtigen schließlich fest. Im Einsatzwagen bespuckte der 36-Jährige einen Polizisten und schrie herum. Im Polizeigewahrsam musste er sich einer Blutentnahme unterziehen. Da der Verdacht einer Intoxikation mit Drogen und Alkohol bestand, wurde er in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses eingewiesen. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die weiteren Ermittlungen übernommen. (cw/pm)

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