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  • 1. Februar 2025, 09:45h 2 Min.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (Bild: wikipedia)

Gemäß einer Richtlinie des neuen US-Verteidigungsministers Pete Hegseth soll es künftig keine Pentagon-Mittel mehr für spezielle Monate geben, die von Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft und verschiedener gesellschaftlicher Gruppen gefeiert werden.

Künftig würden die Ministeriumsbereiche sowie die militärischen Abteilungen "keine offiziellen Ressourcen" für derartige Veranstaltungen verwenden, hieß es in Hegseths Erklärung mit dem Titel "Identity Months Dead at DoD". Dazu zählten "Arbeitsstunden, Feiern oder Veranstaltungen im Zusammenhang mit den Monaten für kulturelles Bewusstsein". Genannt wurden unter anderem LGBTI-Events, Veranstaltungen wie der "Black History Month", der "Women's History Month", der "Asian American and Pacific Islander Heritage Month" und der "National Hispanic Heritage Month". Betroffen ist auch der Holocaust-Gedenktag (Jom haSchoa), der in Israel und den USA im April oder Mai begangen wird.

Zur Begründung hieß es: "Unsere Einheit und unser Ziel sind entscheidend für die Erfüllung des Kriegseinsatzes des Ministeriums". Bemühungen, die Streitkräfte zu spalten und eine Gruppe über eine andere zu stellen, "untergraben die Kameradschaft und bedrohen die Ausführung der Mission".

Dienstangehörigen und Zivilist*innen sei es zwar weiterhin gestattet, diese Veranstaltungen "inoffiziell außerhalb der Dienstzeiten zu besuchen". Zugleich wurde jedoch empfohlen, den "Mut und Erfolg militärischer Helden aller Ethnien, Geschlechter und Herkünfte" zu würdigen.

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat mehrere militärische Maßnahmen ins Visier genommen, die von den Republikanern abgelehnt werden. Dazu zählt das Bestreben, eine angebliche "Transgender-Ideologie" in den Streitkräften zu beenden. Am Montag hatte Trump ein entsprechendes Dekret unterzeichnet (queer.de berichtete). Darin wird die Transidentität als unvereinbar mit dem "ehrbaren" und "disziplinierten" Lebensstil bezeichnet, der von Mitgliedern der Streitkräfte erwartet werde.

Hegseth kündigte an, Trumps Pläne für die US-Streitkräfte zügig umzusetzen (queer.de berichtete). In einem Strategiepapier für die Pentagon-Führung skizzierte er die neuen Leitlinien, wonach Maßnahmen zur Förderung von Vielfalt als "unvereinbar mit den Werten" des Pentagon eingestuft werden. Beim Sender Fox News erklärte Hegseth, die bisherigen Richtlinien sollten "mit Stumpf und Stiel" entfernt werden, um mit hohen Standards zu den "Wurzeln" des Militärs zurückzukehren. (cw/AFP)

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