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Karin Hanczewski verlässt den "Tatort"
"Tatort: Herz der Dunkelheit": Kommissarin Gorniaks letzter Fall
Im "Tatort: Herz der Dunkelheit" schlüpfte Karin Hanczewski ein letztes Mal in die Rolle der Dresdner Ermittlerin Karin Gorniak. So geht es mit ihr und ihrem Team weiter.

Schauspielerin Karin Hanczewski nimmt nach einem Jahrzehnt Abschied vom "Tatort" (Bild: MDR)
- 3. Februar 2025, 11:22h 3 Min.
Rund zehn Jahre lang mimte die queere Schauspielerin Karin Hanczewski (43) die Dresdner Kriminaloberkommissarin Karin Gorniak. In der am Sonntag ausgestrahlten "Tatort"-Folge lieferte sie einen melancholischen Abschied.
Am Ende hat die Kriminaloberkommissarin in dem Neunzigminüter zwar das Verbrechen aufgeklärt, jedoch dabei ihr noch zartes Liebesverhältnis zu dem einfühlsamen Psychologen Paul Brahms (Hannes Wegener, 44) zerstört – dessen Tochter sie im Finale leider festnehmen muss. Zu dramatischer Musik spricht die Kommissarin schließlich ihre traurigen letzten Worte in die Kamera: "Tut mir leid..."
Dass sich die Schauspielerin Karin Hanczewski mit "Tatort: Herz der Dunkelheit" von ihrer Rolle der Ermittlerin Gorniak verabschieden würde, gab sie bereits im Mai 2023 offiziell bekannt (queer.de berichtete). In einem Statement zum Ausstieg schrieb Hanczewski seinerzeit: "Neun Jahre und in insgesamt 18 Folgen bin ich als Karin Gorniak durch alle Höhen und Tiefen des fernsehpolizeilichen Ermittelns gegangen. Die Arbeiten, bei denen wir gemeinsam auf der Suche waren, das Menschliche, das Abgründige und den Humor auslotend, waren für mich immer bereichernd. Und ich hoffe, dass es uns auch gelungen ist, etwas Zeitrelevantes zu erzählen [...]." Dem fügte sie hinzu: "Die Entscheidung zu gehen, fällt mir nicht leicht, aber für mich ist es an der Zeit, mich weiterzubewegen und neue Figuren zu erzählen."
Liebevolles Abschiedsvideo der "Tatort"-Kolleg*innen
Dass ihren Schauspielkolleg*innen Cornelia Gröschel (37) und Martin Brambach (57), die im Dresdner Team die Kommissar*innen Leonie Winkler und Peter Michael Schnabel verkörpern, der Abschied ähnlich schwerfällt, zeigte sich in einem liebevollen Video, das der MDR nach der Bekanntgabe ihres Ausstiegs auf Instagram veröffentlichte. Darin sieht man Hanczewski bei innigen Umarmungen mit ihren Team-Kolleg*innen am "Tatort"-Set, Martin Brambach beteuert mit gewohnt behördlicher Jovialität: "Liebe Karin, dass du jetzt weggehst, das ist traurig. Und natürlich kannst du jederzeit wieder bei der Dresdner Polizei anfangen."
Wie der Sender bekanntgab, werden Winkler und Schnabel fürs Erste als Duo weiterermitteln. Im Mai 2024 war der Drehstart zum ersten Dresdner Sonntagskrimi ohne Karin Gorniak, der unter dem Arbeitstitel "Tatort: Siebenschläfer" noch für das laufende Jahr 2025 angekündigt wurde.
So geht es bei Karin Hanczewski weiter
Welche Wege die Schauspielerin Karin Hanczewski in Zukunft gehen wird und wie sie ihre gewonnene Freiheit für weitere Karriereschritte nutzen kann, wird sich zeigen. Während ihre nunmehr ehemaligen Kollegen beim "Tatort" weitermachten, war sie im Jahr 2023 in dem hochkarätig besetzten Beziehungsdrama "Der neue Freund" an der Seite von Corinna Harfouch (70) zu sehen. Zudem wirkte sie unterdessen in verschiedenen neuen Serien-Formaten der ARD mit, zuletzt in der Politsatire "Parlament" und dem TV-Drama "A Better Place".
Wie unter anderem in ihrem Profil auf der Plattform "Filmmakers" zu erfahren ist, stand Hanczewski im vergangenen Jahr zudem für die RTL+-Produktion "Euphorie" und das Disney+-Serienprojekt "Zehn Prozent" vor der Kamera. Beide Produktionen warten noch auf ihre Veröffentlichung.
Hanczewski hatte sich vor genau vier Jahren sich im Rahmen der Initiative #actout im "SZ-Magazin" zusammen mit über 180 anderen queeren Schauspieler*innen geoutet (queer.de berichtete). Später beklagte sie, dass sie nach diesem Schritt nur lesbische Rollenangebote bekommen habe (queer.de berichtete). (spot/cw)
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