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Ermittlungen laufen

Tod von Nikolas Häckel: Viele Fragen sind noch offen

Im November war Sylts schwuler Ex-Bürgermeister überraschend verstorben. Die Staatsanwaltschaft kann bislang nicht sagen, wann die Ermittlungen abgeschlossen sind.


Nikolas Häckel war von 2015 bis Anfang Oktober 2024 Bürgermeister von Sylt (Bild: privat)

  • 4. Februar 2025, 12:23h 2 Min.

Drei Monate nach dem plötzlichen Tod des ehemaligen Sylter Bürgermeisters Nikolas Häckel (parteilos) ermittelt die Staatsanwaltschaft in Hamburg weiter. Es werde gegen einen Mann wegen eines Unterlassungsdeliktes ermittelt, sagte eine Sprecherin der Justizbehörde der dpa. "Die Ermittlungen laufen, wann mit Ergebnissen zu rechnen ist, kann ich derzeit nicht sagen."

Häckel war am 30. Oktober gestorben. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Spiegel" starb der offen schwule Ex-Politiker an den Folgen eines Sexunfalls (queer.de berichtete). Demnach soll Häckel am 26. Oktober über eine App ein Sexdate mit einem anderen Mann in dessen Hamburger Wohnung vereinbart haben. Dabei wurde er aus bislang nicht näher bekannten Gründen lebensbedrohlich verletzt. Der andere Mann alarmierte selbst den Notarzt. Es gab aber offenbar Zweifel daran, ob er schnell genug reagierte. Der Mann, gegen den ermittelt wird, soll laut der Staatsanwaltschaft 47 Jahre alt sein. 

Unter welchen Umständen und warum der Sylter Kommunalpolitiker gestorben ist, wollte die Staatsanwaltschaft allerdings bislang nicht sagen. Auch dazu, was direkt nach Häckels Kollaps passierte, schweigt die Behörde bisher. 

Mit deutlicher Mehrheit abgewählt

Häckel hatte die Verwaltung auf der Nordseeinsel seit 2015 geführt. Anfang Oktober 2024 war er nach monatelangen Querelen um das Amt im Rathaus in Westerland offiziell in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden. Zuvor war er Ende September mit deutlicher Mehrheit abgewählt worden.

Kommunalpolitiker*innen hatten das Abwahlverfahren im Sommer eingeleitet. Sie warfen dem Bürgermeister unter anderem die jahrelange Haushaltsmisere, fehlende Kommunikation, mangelhaftes Vertrauen sowie Unzulänglichkeiten bei seiner Verwaltungsarbeit vor. (dpa/cw)