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Polizeibericht
Berlin: Wahlkämpfer homophob angegriffen
- 5. Februar 2025, 14:34h 2 Min.
Die Berliner Polizei meldet zwei Angriffe auf Wahlkämpfer einer Partei im Ortsteil Tempelhof. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand soll ein unbekannter Mann gegen 7:55 Uhr vor einem Eingang des U-Bahnhofs Ullsteinstraße am Tempelhofer Damm auf einen Flyer eines 26-jährigen Wahlkämpfers gespuckt und den Mann homophob beleidigt und bedroht haben. Anschließend soll der Tatverdächtige in Richtung Hafencenter geflüchtet sein.
Wenige Minuten später soll am selben U-Bahnhof ein 41-jähriger Wahlhelfer derselben Partei ebenfalls von einem unbekannten Mann beleidigt worden sein. Außerdem soll der Unbekannte dem Mann ins Gesicht und ihm anschließend dessen Flyer aus der Hand geschlagen haben. Dann soll er ebenfalls in Richtung Hafencenter geflüchtet sein.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP handelte es sich um Wahlhelfer der Grünen. Die weiteren Ermittlungen, insbesondere zur Frage, inwiefern beide Sachverhalte miteinander zusammenhängen könnten, hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen. Dies ist in Fällen von vermuteter Hasskriminalität üblich.
Vermehrt Übergriffe im Wahlkampf
Zuletzt war es wegen der aufgeheizten Stimmung vermehrt zu Übergriffen auf Wahlkämpfer*innen gekommen. Erst am Dienstagabend hatten nach CDU-Angaben Unbekannte zwei junge christdemokratische Wahlkampfhelfer in Berlin-Schöneberg attackiert. In den letzten Jahren wurden die meisten politischen Übergriffe auf Politiker*innen der Grünen gemeldet.
Immer wieder gibt es aus Berlin Berichte über LGBTI-feindliche Übergriffe, da die Landespolizei mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt publik macht und diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit meldet. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner*innen für queere Menschen. (cw/pm)















