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Hessen
Homophobe Jugendliche sollen Überfall-Videos in Schule gezeigt haben
Eine Bande von 16- und 17-Jährigen überfiel offenbar aus Homophobie Nutzer von Dating-Plattformen. Jetzt kommt heraus, dass sie die Taten offenbar gefilmt und Mitschüler*innen vorgeführt haben.

Die hessische Polizei hat die mutmaßlichen Täter letzten Monat bereits geschnappt (Bild: folcomasi / unsplash)
- 5. Februar 2025, 15:34h 2 Min.
Im vergangenen Monat nahm die Polizei fünf männliche Jugendliche fest, nachdem diese im Main-Taunus-Kreis mehrmals queere Menschen über Datingportale zu Treffpunkten gelockt und sie dann überfallen haben sollen (queer.de berichtete). Jetzt werden weitere Einzelheiten bekannt: Laut "Hessischem Rundfunk" handelt es sich bei den mutmaßlichen Tätern um Jungs zwischen 16 und 17 Jahren, die alle auf die selbe Gesamtschule im Landkreis gegangen seien.
Die Verdächtigen sollen dabei gegenüber ihren Mitschüler*innen nicht nur mit den Fällen geprahlt haben, sondern ihnen auch mindestens ein Video gezeigt haben, das eine Gewaltaktion zeige. Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden bestätigte die Existenz eines Videos, das bei einer Tat am 13. Dezember entstanden und "Dritten zugänglich gemacht worden" sein soll.
In den nächsten müssen die mutmaßlichen Täter mit einer Anklage wegen schweren Raubes, gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz rechnen.
Weiterer hessischer Fall in Darmstadt
In den letzten Jahren gab es bundesweit immer wieder Berichte über Überfälle von Personen, die sich via queeren Datingportalen verabredet haben. Letzte Herbst nahm die hessische Polizei etwa fünf Verdächtige zwischen 17 und 19 Jahren fest, die eine Dating-Plattform für Raubüberfälle in Darmstadt genutzt haben sollen, um mindestens acht Männer auszurauben (queer.de berichtete).
Laut Florian Meerheim, dem Chef des des Verbands lesbischer und schwuler Polizeibediensteter (VelsPol) in Hessen, unterschieden sich die beiden Fälle jedoch. Während in Darmstadt "keine gesicherten Erkenntnisse" vorlägen, dass es ein anderes Motiv als die bloße Bereicherung gebe, seien die Verdächtigen im Main-Taunus-Kreis von Homophobie getrieben worden: "Die queerfeindliche Komponente äußerte sich laut Berichten nicht nur in der Wahl der Opfer, sondern auch in der Gewaltbereitschaft", so Meerheim gegenüber dem hr. (dk)
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