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Staatstransphobie

Nach Trump-Dekret: Auch Argentinien will Geschlechts­anpassungen für Minderjährige verbieten

Mini-Trump Javier Milei folgt seinen großen Vorbild und verbietet die Behandlung von jungen trans Menschen.


Javier Milei bei der Amtseinführung von Donald Trump am 20. Januar in Washington (Bild: IMAGO / ABACAPRESS)
  • 6. Februar 2025, 10:31h 2 Min.

Nach den USA will nun auch Argentinien Geschlechtsanpassungen für junge Menschen verbieten. Der Sprecher des rechtsgerichteten argentinischen Präsidenten Javier Milei, Manuel Adorni, sagte am Mittwoch (Ortszeit), seine Regierung werde ein entsprechendes Gesetz von 2012 ändern, um "Hormonbehandlungen und Operationen zur Körperangleichung für Personen unter 18 Jahren zu verbieten".

Adorni argumentierte, dass Behandlungen zur Geschlechtsanpassung ein "ernsthaftes Risiko" für die körperliche und geistige Gesundheit von Minderjährigen darstellten. In vielen Fällen seien die Auswirkungen dieser Behandlungen und Operationen "irreversibel".

Trans Frauen müssen in Männergefängnisse

Im Zuge der geplanten Gesetzesänderung soll es Adorni zufolge im Sinne der Sicherheit künftig auch Gefängnisinsass*innen untersagt sein, eine Verlegung "aufgrund einer Geschlechtsanpassung" zu beantragen. Ein "Gefangener", der in einem Männergefängnis inhaftiert sei, können somit dann "nicht mehr darum bitten kann, in eine Frauenabteilung verlegt zu werden, nur weil er sich als eine solche wahrnimmt", sagte Adorni.

Die Ankündigung sorgte für Empörung in der argentinischen queeren Community. Der Präsident könne ein Gesetz "nicht per Dekret" ändern, erklärte der queere Verband Federación Argentina LGBT+ im Onlinedienst X (vormals Twitter) und kündigte an, das Vorhaben anzufechten.

/ agildominguez
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Nach bisher geltendem Gesetz können Minderjährige Behandlungen zur Geschlechtsanpassung in Anspruch nehmen, sofern ihre Erziehungsberechtigten oder eine gerichtliche Instanz zustimmen. Die Entscheidung der argentinischen Regierung erfolgte eine Woche, nachdem US-Präsident Donald Trump Behandlungen zur Geschlechtsangleichung für Minderjährige unter 19 Jahren per Dekret eingeschränkt hatte (queer.de berichtete).

Milei gilt als einer der größten Bewunderer von Trump und hat seit seinem Amtsantritt im Dezember 2023 mehrfach seine ideologische und persönliche Nähe zum US-Präsidenten zur Schau gestellt. Zuletzt wetterte er beim Weltwirtschaftsforum in Davos gegen die sogenannte Woke-Ideologie, womit meistens die Ablehnung von LGBTI-Rechten gemeint ist (queer.de berichtete). (dpa/cw)

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