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Niedersachsen

Kein "Rosa Tag" mehr im Heidepark

Der traditionelle "Rosa Tag" im Soltauer Heidepark ist Geschichte. Das Event stand 2022 nach einem Maskenverbot in der Kritik.


Der Heidepark stampft sein queeres Event ein (Bild: Michael Welsing / flickr)

  • 6. Februar 2025, 15:17h 2 Min.

Nach rund 20 Jahren stellt der Heidepark im niedersächsischen Soltau seinen queeren "Rosa Tag" ein. "Ab 2025 wird es bis auf weiteres leider keinen Rosa Tag Heidepark mehr geben", teilte der Mitorganisator CSD Nord auf seiner Webseite mit. "Wir bedanken uns bei allen, die über all die Jahre bei dieser tollen Veranstaltung mitgewirkt, unterstützt und besucht haben."

Der CSD Nord erklärte gegenüber "News 36", das Aus des "Rosa Tages" richte sich nicht gegen die LGBTI-Community: "Dies ist ausdrücklich keine Entscheidung gegen queere Menschen, sondern ist der Neuausrichtung bei den Events geschuldet. Aus diesem Grund findet zum Beispiel auch das Oktoberfest nicht mehr statt." Beim zweitgrößten deutschen Freizeit- und Themenpark seien "Werte von Vielfalt, Toleranz und Solidarität" trotz der Absage weiterhin Leitprinzipien.

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Posted by Heide Park Resort on Saturday, September 4, 2021
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Der CSD Nord plane in diesem Jahr als Ersatz ein neues Event für den 6. und 7. September. Einzelheiten dazu sind aber noch nicht bekannt.

Der "Rosa Tag" wurde erstmals 2006 veranstaltet (queer.de berichtete). Das Event fand – mit Ausnahme von 2011 und 2012 – jährlich statt.

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"Maskenverbot" sorgte vor zweieinhalb Jahren für Irritationen

2022 hatte es Irritationen wegen des "Rosa Tages" gegeben: Damals verhängte der Heidepark ein Maskenverbot (queer.de berichtete).Dem Freizeitpark wurde dabei Queerfeindlichkeit und Pinkwashing vorgeworfen (queer.de berichtete).

Der Heidepark gehört heute zu den größten Freizeitparks Deutschlands. Gegründet wurde der Park 1978 von der Schaustellerfamilie Tiemann. Ursprünglich war das Gelände eine einfache Freizeitanlage mit Tiergehegen, Spielplätzen und Bootsfahrten – eher ein Naherholungsziel als ein klassischer Freizeitpark. Die Lüneburger Heide diente dabei als natürliche Kulisse. In den Achtziger- und Neunzigerjahren wurde er schließlich zu einem Freizeitpark ausgebaut. 2001 wurde der Park vom britischen Unternehmen Merlin Entertainments übernommen – einem der weltweit größten Betreiber von Freizeitparks. Heute versteht sich der Heidepark als Resort mit Übernachtungsangebot, Shows und über 30 Attraktionen. (cw)

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