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"Jugend im Lichte des Vaters"

Die Memoiren des Erich Ebermayer

Der deutsche Schriftsteller Erich Ebermayer thematisierte 1924 in einer Veröffentlichung vorsichtig "seine eigene Lebensproblematik, die Homosexualität". Der Lehmstedt Verlag hat seine Memoiren veröffentlicht.


Erich Ebermayer (li.) mit seinem Vater Ludwig Ebermayer, 1922

  • 10. Februar 2025, 09:31h 2 Min.

Erich Ebermayer (1900-1970) schildert in seinen erstmals veröffentlichten Erinnerungen lebendig und mit literarischem Feinsinn seine Kindheit und Jugend während der Kaiserzeit, seine Studienjahre sowie den Beginn seiner erfolgreichen Karrieren als Schriftsteller und Strafverteidiger in Leipzig. Als Sohn des renommierten Juristen Ludwig Ebermayer, der am Reichsgericht in Leipzig zentrale politische Prozesse führte, darunter jene gegen die Kapp-Putschisten und die Mörder Walther Rathenaus, wuchs Ebermayer früh in einem Umfeld intensiver gesellschaftlicher und politischer Auseinandersetzungen auf. Seine eigene Berufswahl führte ihn zunächst in die Strafverteidigung.

Aufstrebender Schriftsteller der Weimarer Republik


"Jugend im Lichte des Vaters" ist im Leipziger Lehmstedt Verlag erschienen

Neben seiner juristischen Laufbahn machte er sich einen Namen als einer der aufstrebenden Schriftsteller der Weimarer Republik. Er war in den intellektuellen und künstlerischen Kreisen seiner Zeit bestens vernetzt und begegnete Größen wie Klaus Mann, Ernst Toller und Stefan Zweig. Mit Thomas Manns Sohn Klaus Mann war Ebermayer seit Anfang der Zwanzigerjahre befreundet. Seine literarischen Werke und Kontakte spiegeln nicht nur persönliche Erfahrungen, sondern auch die kulturellen und politischen Umbrüche einer ganzen Epoche wider.

Ebermayers Memoiren bieten faszinierende Einblicke in sein facettenreiches Leben und gelten als herausragendes Dokument der Leipziger Kulturgeschichte im frühen 20. Jahrhundert. Besonders die lebendige Schilderung der gesellschaftlichen und kulturellen Atmosphäre jener Zeit macht diese Veröffentlichung zu einem wichtigen Beitrag für die Geschichtsschreibung.

Der Text liegt nun im Leipziger Lehmstedt Verlag vor. Die 420 Seiten umfassende, gebundene Ausgabe trägt den Titel "Jugend im Lichte des Vaters" und ist für 25 Euro (Amazon-Affiliate-Link ) erhältlich.

Erich Ebermayer (1900-1970) besuchte die Thomasschule in Leipzig und studierte Rechtswissenschaften in Leipzig, München und Heidelberg. Nach seiner Promotion begann er 1923 eine Tätigkeit als Anwalt, während er zugleich als Schriftsteller von Erzählungen, Romanen, Theaterstücken sowie Drehbüchern für Film und Fernsehen aktiv war. Während der NS-Zeit bewegte er sich in einem schwierigen Spannungsfeld: Trotz seiner Homosexualität gelang es ihm, in der "inneren Emigration" weiterzuarbeiten und dabei literarisch bedeutende Werke zu schaffen. (dd/pm)

Infos zum Buch

Erich Ebermayer: Jugend im Lichte des Vaters. 420 Seiten. Lehmstedt Verlag. Leipzig 2024. Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag: 25 € (ISBN 978-3-95797-179-1)

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