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  • 22. Juli 2006 19 2 Min.

Hamburg/Berlin (queer.de) - Bundeswehrsoldaten auf Dienstreisen sollen fortan nicht mehr in der Nähe von "einschlägigen Lokalen" in der Schwulenszene übernachten, berichtet "Der Spiegel". Das Nachrichtenmagazin beruft sich auf ein Schreiben des Bundesverteidigungsministeriums an den Petitionsausschuss des Bundestages: "Negative Auswirkungen auf das Ansehen der Bundeswehr sollen so vermieden werden", begründet demnach Berlin die Entscheidung. Auslöser für das Schreiben war der Protest eines Kölner Innenstadt-Hotels, das die Bundeswehr vor einigen Monaten aus ihrer Liste gestrichen hatte. Dort seien zu wenige Parkplätze vorhanden gewesen, wodurch die Soldaten durch ein Schwulenviertel laufen mussten, so der "Spiegel"-Bericht. Das Hotel selbst sei aber nicht beanstandet worden.
Volker Beck und LSVD kritisieren Verteidigungsministerium scharf
Volker Beck, Parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen-Fraktion, nannte die Entscheidung "spießig, lächerlich und womöglich rechtswidrig". Dies sei ein Fall für das am 1. August in Kraft tretende Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), so Beck. Auch der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) zeigte sich empört: "Die Anordnung des Ministeriums ist kulturell rückschrittlich und undemokratisch", so LSVD-Sprecher Jacques Teyssier. Soldaten nähmen keinen Schaden, "wenn sie an einer Schwulenbar vorbeigehen". Er forderte eine Reaktion vom Berliner CDU-Bürgermeisterkandidaten Friedbert Pflüger, der am Samstag beim Hauptstadt-CSD mitgelaufen war. "Als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung sollte er sich für die Rücknahme der Maßnahme und eine Entschuldigung gegenüber den Betroffenen einsetzen", verlangte Teyssier. (dk)

aktualisiert am 23.7., 11:45 Uhr

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#1 SaschaWAnonym
  • 22.07.2006, 22:28h
  • Ich glaub es ja wohl nicht, diese verdammten Spiesser! Erstens werden in der Bundeswehr mehr Ärsche gef**** als in jedem Darkroom und zweitens gibt es überhaupt keinen Grund, sich so aufzuführen.....

    Ich meine, ich muss auf meinem Weg zur Schule durch ein, man mag es kaum glauben, Heten-Viertel laufen!!!! Beschwer ich mich?
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#2 SaschaAnonym
  • 22.07.2006, 23:45h
  • Schon gemerkt?

    Die konservative "Konterrevolution" in diesem Lande ist in vollem Gange, bevor überhaupt jemals eine progressive "Revolution" stattgefunden hat.

    Ich beneide die Spanier um ihre Regierung und vor allem den Regierungschef!
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#3 dani2025Anonym
  • 23.07.2006, 02:58h
  • Ich weiß gar nicht warum hier schon wieder so laut protestiert wird??

    Im ersten Satz wird noch von "einschlägigen Lokalen" gesprochen, weiter unten dann davon, daß die Soldaten "durch ein Schwulenviertel laufen müssen". Demnach liegts außerhalb und wurde sowieso nicht beanstandet. Abgesehen davon würde ich sowieso kein Hotel buchen, wo ich nicht mitm Auto direkt vor die Tür fahren kann.

    Es ist ja nicht so, daß schwulen Soldaten verboten wird sex zu haben. Im Zusammenhang mit weiblichen Soldaten tritt, in einschlägigen Kreisen, immer wieder der Begriff der "GeZi-Schlampe" auf. Zur Information: das ist eine Frau, die beim Bund promiskuitiven Sex hat. Das wird auch nicht an die große Glocke gehängt, ist aber ebenso unerwünscht! Daher wird der Bund wohl auch kaum Hotelzimmer in unmittelbarer Nähe zu Bordellen buchen...
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