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  • 22. Juli 2006 8 1 Min.

Riga (queer.de) - In der lettischen Hauptstadt Riga kam es heute zu gewalttätigen Protesten gegen eine Homo-Veranstaltung in einer anglikanischen Kirche. 50 Schwule und Lesben hatten anstatt des verbotenen CSDs einen Gottesdienst in der kleinen Kirche abgehalten. Nach Angaben von "365gay.com" kreisten daraufhin Hunderte von Rechtsradikalen das Gotteshaus ein. Sobald Menschen aus der Kirche kamen, kam es zu verbalen Auseinandersetzungen und zu Handgreiflichkeiten. Viele der Gottesdienst-Teilnehmer und der Pfarrer wurden mit Fäkalien beworfen. Nach Polizeiangaben wurden fünf Skinheads festgenommen. Die Gottesdienst-Teilnehmer sagten jedoch der Presse, die Polizei habe zunächst nichts gegen die Rechtsradikalen unternommen. Erst als es zu Schlägereien kam, seien die Beamten eingeschritten. "Wir müssen und werden jetzt alle juristischen Wege beschreiten", reagierte Linda Freimane auf den Angriff. Sie ist die Sprecherin des Vereins Mosaik, der den Gottesdienst organisiert hatte. Der Führer der rechtsradikalen Gruppe ANSS, die zum Protest gegen die Homo-Veranstaltung aufgerufen hatte, verteidigte die Aktion: "Homosexuelle sind schmutzige Sünder", so Viktors Biese zur Nachrichtenagentur AFP. "Sie sind unmoraliche Leute, die keinen Platz in der normalen Gesellschaft haben. Wir müssen sie jetzt aufhalten. Wir können nicht warten, bis sie verlangen, heiraten zu dürfen oder sogar Kinder adoptieren wollen." Die Stadt Riga hatte am Mittwoch den CSD wegen "Sicherheitsbedenken" verboten (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 josefAnonym
  • 23.07.2006, 12:18h
  • nicht zu glauben was für primitive menschen es gibt da jagt es einem ja der nuggi raus.
    die heteros die solchen mist rauslassen sollten mal daran denken,die machen uns wir wachsen nicht von selbst.
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#2 rudolfAnonym
  • 23.07.2006, 14:31h
  • Interessant ist, daß die homophobe Front auch vor Kirchen und Gottesdiensten nicht Halt macht. Das sei allen in's Stammbuch geschrieben, die meinen, Homophobie gäbe es nur wegen des vielen nackten Fleisches auf dem CSD. Der Homophobiker haßt auch den ganz braven Schwulen!
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#3 MalteAnonym
  • 23.07.2006, 14:39h
  • "die Polizei habe zunächst nichts gegen die Rechtsradikalen unternommen."

    Wieso auch? Solange die EU seelenruhig zusieht, wie die EU-Neumitglieder Schwule und Lesben als Untermenschen behandeln, werden sie diese Politik auch nicht ändern...

    Die EU hat diese ganzen Homohasserstaaten wie Polen und das Baltikum aufgenommen, ohne zunächst Verbesserungen der Menschenrechte zu verlangen. Wenn diese Staaten jetzt der EU ins Gesicht lachen, soll die EU dies auch ausbaden! Oder dies wird das Ende der EU sein!!
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