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Filmfestival

So queer wird die Jubiläums-Berlinale

Im 75. Jubiläumsjahr präsentiert die Berlinale vom 13. bis 23. Februar 2025 insgesamt 240 Filme, darunter erneut zahlreiche queere Werke. Der Teddy Award wird am 21. Februar verliehen.


Szene aus dem Film "Sandbag Dam" von Čejen Černić Čanak (Bild: Kinorama)

Die Berlinale wird 75. Und der Teddy Award wird schon 39! Das größte Publikums-Filmfestival bietet traditionell die beste Startrampe für queeres Kino unter allen A-Festivals. Manfred Salzgeber und Wieland Speck waren mit der Reihe "Panorama" einst die Avantgarde.

In diesem Jahr sorgt die lesbische US-Amerikanerin Tricia Tuttle als neue Berlinale-Intendantin für frischen Wind. Den Jury-Vorsitz übernimmt der schwule US-Regisseur Todd Haynes, der zugleich mit dem Special Teddy Award ausgezeichnet wird.

Die Statistik sieht so aus: Vom 13. bis 23. Februar 2025 laufen 240 Filme (2024: 239), davon sind 199 aktuelle Produktionen (ohne Retrospektiven oder Archivfilme). An diesen Filmen waren 216 Personen im Bereich Regie beteiligt, davon: 88 Regisseurinnen = 41% (2024: 39%); 115 Regisseure = 53% (2024: 57%); 8 nichtbinäre Regisseur*innen = 4% (2024: 2%); 5 Personen ohne Angabe = 2% (2024: 2%)

Hier ein Überblick über die queeren Filme.

Janine zieht aufs Land


Standbild aus "Janine zieht aufs Land" (Bild: Eilhardt Productions)

Deutscher Beitrag im "Forum" von Jan Eilhardt. Fernab der Großstadt ist Janine so unwillkommen wie aufsehenerregend: queer, bordeauxrotes Haar, sinnliche Projektionsfläche. Jan Eilhardt bereist mit ihr die eigene Dorf-Vergangenheit, konfrontiert alte Wunden und unterwandert ein feindseliges Milieu.

Lesbian Space Princess

Direktlink | Trailer "Lesbian Space Princess"
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Australischer Animationsfilm im "Panorama": Die introvertierte Weltraumprinzessin Saira muss ihren Heimatplaneten Clitopolis verlassen, um in einer inter-gay-laktischen Mission ihre gekidnappte Exfreundin zu befreien, die von den Straight White Maliens gefangen gehalten wird.

Peter Hujar's Day

Nach "Passages" steht Ben Whishaw erneut für Ira Sachs vor der Kamera. Erzählt wird die Geschichte des Fotografen Peter Hujar und seiner Freundin Linda (Rebecca Hall) im New York der 1970er Jahre.

Night Stage

"Panorama"-Beitrag aus Brasilien von Marcio Reolon. Ein Schauspieler und ein Politiker beginnen eine heimliche Affäre und entdecken gemeinsam ihre Vorliebe für Sex an öffentlichen Orten. Je näher sie jeweils ihrem Traum vom Ruhm kommen, desto leichtsinniger werden sie.

Houses

"Forum"-Beitrag aus Israel. In den 1990ern als Kind aus der Sowjetunion nach Israel gekommen, nichtbinär und von Erinnerungen geplagt, besucht Sasha die einst bewohnten Häuser. Eine Meditation in Schwarz-Weiß über das Zuhausesein in einem Haus, einem Körper, in der Zeit.

Dreamers


Standbild aus "Dreamers" (Bild: Dreamers Production Ltd.)

Britisches Debüt von Joy Gharoro-Akpojotor im "Panorama": Isio wird in Großbritannien ohne Papiere erwischt und in ein Abschiebezentrum gebracht. Dort lernt sie, dass Liebe, Freundschaft und Freiheit manchmal nur zu bekommen sind, indem man das Falsche tut.

Dreams in Nightmares

US-Drama von Shatara Michelle Ford im "Panorama": Drei queere Schwarze Frauen in den Dreißigern unternehmen einen Roadtrip durch den Mittleren Westen der USA. Sie suchen ihre Freundin, die verschwunden zu sein scheint.

Das Wesen unsichtbarer Dinge


Standbild aus "Das Wesen unsichtbarer Dinge" (Bild: Berlinale)

In der Reihe "Generation Kplus" läuft die Weltpremiere aus Brasilien. In den Sommerferien treffen zwei zehnjährige Mädchen in einem Krankenhaus aufeinander. Die Verbindung, die zwischen ihnen entsteht, begleitet sie auf einer bittersüßen Reise voller Verluste, Abschiede und stiller Entdeckungen über das Leben

Queer as Punk

Das "Forum" zeigt als Weltpremiere diese Doku von Yihwen Chen aus Malaysia. In dem mehrheitlich muslimischen Land werden queere Menschen kriminalisiert. Trans Mann Faris und seine Band spielen trotzdem Konzerte, reisen und demonstrieren. Ein dokumentarisches Porträt mutiger Menschen, humorvoller Freundschaft und des spirit of punk.

Queerpanorama

Weltpremiere im "Panorama" von Jun Lin: Ein schwuler Mann imitiert Männer, mit denen er Sex hat, und bringt diese neue Persona jeweils mit in sein nächstes Sex-Date. Nur indem er vorgibt, ein anderer zu sein, ist er ganz bei sich.

Two Times João Liberada

Direktlink | Trailer "Two Times João Liberada"
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Portugiesischer Beitrag in der Reihe "Perspectives": João spielt die Hauptrolle in einem Biopic über Liberada, eine von der Inquisition verfolgte gender-nonkonforme Person. Als der Regisseur wegen einer mysteriösen Lähmung ausfällt, beschließt João, den Film Liberadas zu Ehren um jeden Preis zu beenden

Sandbag Dam

Kroatischer Beitrag in der Reihe "Generation14plus": Markos Leben gerät aus den Fugen, als seine Jugendliebe Slaven zur Beerdigung seines Vaters ins Dorf zurückkehrt und ihre verbotene Liebschaft wieder aufflammt. Das Dorf steht kurz vor einer Überschwemmung, und Marko muss eine Entscheidung treffen.

Dressed in Blue


Standbild aus "Dressed in Blue" (Bild: Video Mercury Films)

Spanischer Beitrag in der Reihe "Berlinale Classics" von 1983: Dokumentarische Form über sechs trans Frauen und ihren Alltag im Madrid der 1980er Jahre. Freimütig berichten sie von ihren Erfahrungen als Performerinnen und Prostituierte, von sozialer Ausgrenzung und repressiven Gesetzen auch nach der Franco-Diktatur.

Julian and the Wind


Standbild aus "Julian and the Wind" (Bild: John Ker)

Kanadischer Kurzfilm in der Reihe "Generation 14plus": Arthur und Julian sind Zimmergenossen in einem Jungeninternat. Arthur ist in Julian verliebt. Doch Julian lässt ihn links liegen. Als Julian zu schlafwandeln beginnt, entwickelt sich eine sonderbare Form der Intimität.

Statues Never Die

Kurzfilm des Briten Isaac Julian. Der Film erforscht die geschichtsträchtige Beziehung zwischen Dr. Albert C. Barnes, einem frühen US-amerikanischen Sammler und Aussteller afrikanischer Kulturartefakte, und dem berühmten Philosophen und Kulturkritiker Alain Locke, Begründer der Harlem-Renaissance. Isaac Julians "Looking for Langston" von 1989 ist zudem nochmals im "Panorama" zu erleben.

Queere Berlinale-Termine

Teddy Jury Reception im SchwuZ Queer Club
Am 14. Februar ab 22.30 Uhr im Rahmen der Teddy Welcome Party

Bossi – Diskussion und Party
Am 14. Februar präsentieren die Queer Media Society (QMS), die Filmlöwin, Pro Quote Film, SI STAR und LCavaliero die Veranstaltung "BOSSI!". Der Abend startet um 20 Uhr mit einer Podiumsdiskussion zur Inklusion von FLINTAs in der Filmbranche und mündet in eine glamouröse Party. Das SO36 wird ab 22 Uhr zur Red-Carpet-Party-Extravaganza.

Teddy Award Verleihung
Gala am 21. Feburar in der Volksbühne. Im Anschluss an die Preisverleihung die After Show Party, mit 2 Dance Floors in den Salons der Volksbühne, der Get Together Lounge im Sternfoyer und der Charity Lounge in den unteren Foyers der Volksbühne.

-w-